Erntestart bei Söders - Was für ein Fest

Passend zum Auftakt der Apfelernte hat sich die Familie Söder aus Sandberg mit ihrer Kelterei an einer Kampagne des Fruchtsaftverbandes beteiligt. Unter dem Motto "Besuche deinen Saftladen" waren nicht nur Einheimische gekommen, um einen Blick hinter die Kulissen dieser regionalen Kelterei und Brennerei zu werfen. Das Foto zeigt den Landrat des Kreises Rhön-Grabfeld, Thomas Habermann zusammen mit unserer Geschäftsührerin Astrid Schäfer und dem Gastgeber Wolfgang Söder.

Und Söders hatten mehr im Blick. Für die Aktion konnten auch zwei örtliche Brennereien gewonnen werden. Einen ausführlichen Bericht gibt es hier: http://www.mainpost.de/regional/rhoengrabfeld/Cocktailbars;art765,9356802

Feuerbrandgefahr - auch durch die Zierpflanzen im Garten

Wer seine Obstbäume vor Feuerbrand schützen will, der betrachtet das Feuerbrandrisiko meist aus der Sichtweise eines Obstbauern. Aber Feuerbrandgefahr droht auch von ganz anderer Seite. Es gibt einige Ziersträucher, die als Wirtspflanzen des Feuerbranderregers eine Gefahr für Obstbäume darstellen.

Wir möchten bei dieser Gelegenheit auf eine Broschüre der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hinweisen, die das Thema Feuerbrand, die Zusammenhänge und Strategien zur Vermeidung der Ausbreitung wirklich gut aufbereitet hat.

https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/informationen/feuerbrand_lfl-information.pdf

Herzlichen Dank auch an die Apfelfreunde Vorndran, die uns erinnert haben, dass dieses Thema wieder einmal in den Fokus gerückt werden sollte. Es ist ermutigend, wenn unsere Mitglieder mitdenken und Impulse für unsere Arbeit geben!

Apfelfrische Grüße!

Eure Astrid Schäfer

 

Mitgliederversammlung 2016

Seit ein paar Jahren, trifft sich der Verein immer vor dem Start der Erntesaison zur Mitgliederversammlung. Hierbei bieten wir regelmäßig Führungen bei Partnerbetrieben an, was von den Mitgliedern gerne angenommen wird. In diesem Jahr war die Brauerei Rother Bräu im Hausener Ortsteil Roth das Ziel. Hier wird als Rhöner Kooperationsprodukt das Öko-Apfelbier gebraut, eine tolle Verbindung zwischen regionaler Braukunst und Rhöner Öko-Äpfeln. Bei einer Führung durch den Betrieb bekamen unsere Mitglieder einen Einblick in die Abläufe beim Bierbrauen. Regionalität schließt bei Rother Bräu ein, dass die Rohstoffe aus der nächsten Umgebung bezogen und dort auch veredelt werden. Bei seiner Begrüßung gab der Gastgeber Xaver Weydringer einen Einblick in die Gesamtphilosophie. Dazu gehört auch, eine Produktauswahl im an Öko-Bieren und dass das Endprodukt auf möglichst kurzem Weg zum Verbraucher gelangt.

In der anschließenden Mitgliederversammlung wurden die laufenden Projekte vorgestellt und der Vorsitzende Jürgen Krenzer richtete den Appell an die Mitglieder, sich mit eigenen Ideen ins Vereinsleben einzubringen.

Hierzu gab es gleich eine erfreuliche Resonanz: Stefan Knöss vom Planungsbüro Haus & Wohnen GmbH aus Hausen überreichte dem Vorsitzenden Jürgen Krenzer eine Spende in Höhe von 300 Euro für die Vereinsarbeit. Jürgen Krenzer bedankt sich für diese Unterstützung und sagt im Namen der Aktiven bei Xaver Weydringer für die Führung und die Bewirtung ein herzliches Dankeschön.

Gleich nach der Sitzung wurde im Rahmen der zahlreichen Gespräche Pläne geschmiedet, welches besondere Projekt mit der Soende gefördert werden kann. Außerdem gab es aus dem Kreis der Anwesenden gleich einen Vorschlag, welcher Betrieb sich 2017 anlässlich der Mitgliederversammlung vorstellen wird. Das zeigt, wie gerne die Mitglieder die Gelegenheit nutzen, bei der jährlichen Versammlung miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Gemeinsam hoch hinaus

Die Mitgliederversammlung 2016 hat es wieder einmal gezeigt: Die Rhöner Apfelinitiative lebt von der Vielfalt der Mitglieder und Ihren Ideen. Ich bedanke mich bei allen, die uns mit neuen Ideen Impulse gegeben haben. Ganz besonderen Dank an diejenigen, die sich aktiv im Verein einbringen wollen. 

Als Beispiel möchte ich vorstellen: Michael Dohrmann und den höchstgelegenen Apfelbaum der Rhön: Als wir veröffentlicht haben, dass es am Hillenberg einen sehr hoch gelegenen Apfelbaum gibt, hat er sofort recherchiert. Durch seine Arbeit in der Umweltbildung war ihm ein Apfelbaum an der Bildungsstätte am Schwarzen Moor bekannt. Dieser liegt auf einer Höhe von 791 m über dem Mehresspiegel. Eine Höhe, wo die Frage nach dem Ausreifen und dem Zuckergehalt der Äpfel schon sehr spannend wird. Aber wer weiß, gerade die herben Früchte eignen sich für besondere Verwendungen.

Der Bericht zur Mitgliederversammlung folgt in Kürze!

Herzliche Grüße und einen guten Start in die Apfelernte wünscht

Eure Astrid Schäfer

Rhönsprudelgewinnspiel und Biosphärenmarkt

WIR SIND DABEI!!! Die Rhöner Apfelinitiative ist eines der langjährig erfolgreichen Projekte des Biosphärenreservates. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir bei den Aktivitäten rund um das 25-jährige Jubiläum vertreten sind. Wir freuen uns, dass unser Fördermitglied Rhönsprudel mit der Aktion "Rhönsprudel-Naturprojekte" besondere Naturprojekte fördert. Auch wir haben uns beworben. Reinschauen lohnt sich, denn nicht nur die Projekte gewinnen eine finanzielle Unterstützung, auch wer abstimmt, kann gewinnen. http://www.rhoensprudel-naturprojekte.de/ Am Sonntag, den 17.07.2016 findet in Gersfeld parallel zum ersten Milch- und Honigmarkt der Biosphärenmarkt statt. Hier werden wir die Apfelinitiative vorstellen und einige unserer Mitgliedsbetriebe mit Kostproben präsentieren. Und was ist sonst los? Die Bio-Kontrollen sind letzte Woche gestartet. Die Bio-Kontrollstelle AGRECO wird die zahlreichen Neuanmeldungen überprüfen, während unsere internen Kontrolleuere als sachkundige Dritte Stichproben bei unseren bisherigen BIO-Lieferanten machen werden. Für den Herbst planen wir wieder Ernteaktionen mit Flüchtlingen. Es freut uns, dass wir hierfür wieder auf bewährte Unterstützer zählen können. Was uns noch mehr freuen würde: Wenn sich mehr Apfelfreunde aktiv in unserer Vereinsarbeit einbringen. Aber wir sind uns bewusst: Wer sich selbst um eine Streuobstwiese kümmert, ist allemal ein Unterstützer unserer Idee. Auf eine gute Apfelsaison hofft Eure Astrid Schäfer

25 Jahre Biosphärenreservat Rhön

Wahnsinn, wie die Zeit rennt! Das Biosphärenreservat Rhön besteht in diesem Jahr schon 25 Jahre. Und wir als Rhöner Apfelinitiative sind eines der ersten großen Projekte aus den frühen Jahren. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich unter den Veranstaltungshöhepunkten im Jubiläumsjahr zahlreiche Termine rund um den Rhöner Apfel finden.

Für diese besonderen Veranstaltungen haben die drei Verwaltungsstellen gemeinsam eine Broschüre aufgelegt, die alle Highlights des Jahres und damit auch die ganz spezielle Vielfalt der Region zeigt. Es ist eine Einladung an alle: Gäste wie Einheimische können erleben, wie sich Mensch und Biosphäre in der Rhön zu einem nachhaltigen Miteinander entwickelt haben.

Für alle, die noch kein Exemplar der Broschüre in Händen halten: Wir haben es als Download hier auf unserer Startseite bereit gestellt! 

Alles auf Anfang - oder weitermachen wie immer?

Liebe Apfelfreunde,

auch bei unserer Homepage pflegen wir gerade am Jahresanfang feste Rituale. So haben wir für Interessierte aktuell die Edelreiserliste aus Hausen und den Apfel des Jahres vorgestellt. Aber bei vielen Themen beschränkt sich die Zuarbeit auf die Mitglieder des aktiven Vorstandes.

Für mich es schon ein Highlight,  wenn sich mal jemand meldet, der etwas für unsere Öffentlichkeitsarbeit tun will. Danke für die Rückmeldung zum höchstgelegenen Apfelbaum der Rhön. Ich nehme gerne die Herausforderung an, die Höhe der Standorte am Schwarzen Moor und den am Hillenberg mit Hilfe modernen GPS-Technik zu vergleichen. Auch die Zuarbeit des Betreibers für unsere Ausstellung im Fränkischen Freilandmuseum ist höchst erfreulich. Genauso freuen wir uns über das Interesse der ersten Kuppenrhöngemeinde an einer Ausstellung. Für die nun schon bewährte Kombination von Mitgliederversammlung und Betriebsführung finden wir auch immer wieder gewerbliche Mitglieder, die gerne Gastgeber sein wollen.

Das alles sehen wir als Bestätigung der bisherigen Arbeit. Doch können wir weiter machen wie bisher? Diejenigen, die durch Interesse Impulse setzen, können damit die Richtung beeinflussen. Mal sehen, wer das im Rahmen einer Bewerbung bei der diesjährigen Vorstandsneuwahl tun will!

Derzeit wächst unser Terminkalender immer noch stetig. Auch denjenigen, die uns für die Weiterverbreitung Termine melden, möchte ich hiermit herzlich danken. Wer einen Termin aus seinem Umfeld vermisst, darf sich gerne bei mir melden.

Das Foto zeigt mich bei einer winterlichen Apfelernte. Als Bewohnerin eines Neubaus habe ich mir nach und nach Bäume erschlossen, die noch lange Äpfel tragen. Da der Winter erst in der zweiten Januarhälfte mit harten Frost und stürmischem Wind daher kam, war diesmal eine Ernte bis ins neue Jahr möglich. 

Apfelfrische Grüße sendet

Eure Astrid Schäfer 

 

Alles beim Alten?

Liebe Apfelfreunde,

passend zum neuen Jahr bin ich auf einen der vielen Aktionstage gestoßen, die wir in 2016 begehen. Am 11. Januar ist "Tag des deutschen Apfels". Zugegeben, die Beschreibung ist ziemlich flach. Aber genau das zeigt auf, wo die Herausforderung liegt: Aktionstage auszurufen reicht eben nicht. Diese Tage müssen mit Leben gefüllt werden! Und in dieser Hinsicht scheint "alles beim Alten". Es gibt viele bewährte Partner, die uns unterstützen. Aber leider eben auch viele, die uns nur ausnutzen wollen.

Wir haben auf unserer Homepage wieder viele Termine zusammen getragen, die den Apfel in den Mittelpunkt stellen. Für die Apfelausstellung stehen schon drei Orte für dieses Jahr fest. Das Freilandmuseum in Fladungen wird parallel zu unserer Ausstellung ein attraktives Begleitprogramm anbieten. Und mit Akteuren aus dem neuen Kuppenrhönforum schmieden wir Pläne für weitere Aktionen. Den Partnern, die uns immer wieder unterstützen sagen wir an dieser Stelle "DANKE"!

Allen die aktiv am Erhalt des Rhöner Streuobstapfels mitarbeiten wollen stehen wir mit Tipps und Netzwerkkontakten auch im neuen Jahr wieder gerne zur Verfügung. Gerne nehmen wir auch weitere Termine in den Veranstaltungskalender auf, wenn sie uns gemeldet werden.

Einen guten Start ins Jahr 2016 wünscht allen

Das Team der Rhöner Apfelinitiative! 

 

 

 

Nach der Ernte...

... ist vor der Ernte. Mit den späten November-Äpfeln ist die Erntesaison zu Ende gegangen. Die Annahmestellen sind geschlossen, die Keltereien und die Veredlungsbetriebe verarbeiten den Saft jetzt weiter, damit wir davon bis zur nächsten Ernte zehren können. Die Apfelbauern kümmern sich um die Ergänzungspflanzungen und je nach Bedarf auch den winterlichen Baumschnitt.

Damit alle gesund durch die unfreundliche Jahreszeit kommen, hier ein paar Tipps, die mit dem Apfel zu tun haben: Wer die Möglichkeit hat, Äpfel einzulagern, sollte diese wegen der Vitamine unter der Schale möglichst ungeschält verzehren. Die Schale ist zudem reich an Mineralien und bioaktiven Substanzen. Wer Apfelsaft genießen will, sollte diesen in der naturtrüben Form vorziehen. Hier sind mehr gesundheitsfördernde Substanzen enthalten, als in klaren Säften. Die Polyphenole haben beispielsweise als "Radikalfänger" eine wichtige Funktion als Krebsschutz und beugen Herzerkrankungen vor. Davon sind im naturbelassenen Saft ca. 30% mehr enthalten als im klaren Apfelsaft.

Und wenn die letzen Äpfel fallen? Dann kann man sie sehr gut als Futter für Vögel liegen lassen und damit noch etwas für die Artenvielfalt auf der Streuobstwiese tun. Noch ein Geschenk für Familie, Freunde oder Kollegen gesucht? Auch hier gibt es rund um den Streuobstapfel viele Köstlichkeiten bei unseren Partnern zu entdecken. Oder wie wäre es mit einem selbstgebauten Insektenhotel als Beschäftigung für die unwirtlichen Novembertage? Vielleicht hat man damit sogar ein ganz individuelles Geschenk.

Wir kümmern uns jetzt um die in diesem Jahr angestoßenen Projekte und machen Pläne für die Vereinsarbeit 2016.

Apfelfrische Grüße

Eure Astrid Schäfer

Echte Kooperation machts möglich

Jürgen Krenzer hat einmal gesagt: Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist. Das passt sehr gut zu unserer Aktion die in der Presse als "Apfelernte mit Integrationskraft" betitelt wurde. Damit haben wir nicht nur Obst geerntet, was sonst ungenutzt geblieben wäre - Wir haben ein Zeichen gesetzt!

Aber der Reihe nach: Die Rhöner Apfelinitiative hat ein Konzept erarbeitet, wie verwilderte Streuobstbestände durch Aktionstage mit Asylbewerbern wieder aktiviert werden könnten. Als Pilotvorhaben wurde die Idee für die Obstwiese an der "Fohlenweide" verfolgt, so dass der Kontakt mit Hessenforst als Eigentümer schon bestand. Durch die Netzwerkarbeit unseres Vereins  kamen zwei andere Akteure hinzu, die sich für eine Aktion gegen Langeweile in der Asylbewerberunterkunft auf der Wasserkuppe zusammen getan hatten: Ranger Arnold Will vom Biosphärenreservat Rhön und Christof Schneider vom Jugendhilfeverbund der Caritas, der als Koordinator für die Jugendlichen Asylbewerber auf der Wasserkuppe verantwortlich ist. Dann ging alles ganz schnell, weil sich alle unbürokratisch und zielgerichtet verbündet haben: Die Freigabe der Fohlenweide für die Beerntung, die Organisation der Fahrtgelegenheiten, der Anhänger für das Obst, eine Keltermöglichkeit für die Äpfel und einen Anleiter auf der Streuobstwiese. All das wurde innerhalb nur weniger Tage organisiert, so dass bei bestem Herbstwetter die Ernte beginnen konnte.

Unsere Aktion kam gut an. Die Jungen Männer haben sehr engagiert nicht nur Bäume geschüttelt, Äpfel und Birnen aufgelesen, Körbe gefüllt und zum Anhänger geschleppt. Sie haben auch den Wert der alten Apfelsorten erkannt, als sie diese als Pausensnack direkt vom Baum verzehrt haben. Also haben wir aus einem Lebensmittelmarkt Einwegkisten organisiert, in denen unsere Helfer mit viel Sorgfalt Tafelobst für die Mitbewohner in der Unterkunft gesammelt haben.

Als nächste Ausbaustufe bekamen wir weitere Obstbestände zur Ernte überlassen und konnten so auch die Tafel in Fulda mit hochwertigen, regionalen Äpfeln versorgen.

Dieser Erfolg macht Mut, wir werden das Projekt "Integration dank Streuobst" weiter verfolgen, weil die Flüchtlinge auch außerhalb der Ernte auf Streuobstwiesen bei den Pflegemaßnahmen aktiv werden können. "Wenn neben der Beschäftigungsmöglichkeit auch die Kommunikation zwischen den Menschen der Region und den Flüchtlingen in Gang kommt, wäre das auch beim Überwinden von beiderseitigen Berührungsängsten hilfreich", sagt Arnold Will.

Ich sage DANKE! An Arnold Will, den unermüdlichen Akteur an der Apfelfront, an die Betreuer von Caritas, die die Aktion begleitet haben, an die vielen Wiesenbesitzer, die uns die Ernte ermöglicht haben. An die Vorgesetzten von Arnold Will und den Caritas-Mitarbeitern, die solch einen Blitzstart der Aktion möglich gemacht haben.

Begeistert grüßt

Eure Astrid Schäfer

 

alle Jahre wieder...

Liebe Apfelfreunde, auch wenn die Mitgliederversammlung jedes Jahr wieder ansteht, so versuchen wir doch immer wieder neue Anreize für die Teilnahme zu schaffen. In diesem Jahr haben wir als Vorprogramm sogar zwei Betriebsführungen anbieten können. Die Baumschule Leinweber war das erste Ziel. Hier begeht man in 2015 schon das 40-jährige Betriebsjubiläum. Georg Leinweber nutzte die Gelegenheit, um Einblicke in die verschiedenen Tätigkeitsbereiche zu geben. Wem ist schon bewusst, über wieviele Schritte sich eine Sortenvermehrung zieht? Das nächste Ziel war die Biomanufaktur Elm, wo wir uns am ganz anderen Ende der Wertschöpfungkette bei Äpfeln umsehen durften. Die Betriebsführung führte genau über den Weg, den Äpfel bei der Veredlung zu Saft nehmen: von der Warenannahme, über die Sortierung und Reinigung, Verpressung bis zur Abfüllung. Am Schlusspunkt im Versand hatten die Gäste die Möglichkeit einige der Produkte zu verkosten. Beiden Betrieben danken wir herzlich für die Gastfreundschaft. Bei der anschließenden Versammlung wurde auch der Vorstand neu gewählt. Einerseits freuen wir uns sehr, dass das bewährte Team weiter zusammen arbeiten kann. Aber wir würden uns noch mehr freuen, wenn wir mal wieder frischen Wind in Form von neuen Köpfen für die Vereinsführung gewinnen könnten. Naja, alle ZWEI Jahre wieder ist Vorstandswahl. Zur Zeit beschäftigen wir uns mit zwei Projekten, die unterschiedlicher nicht sein können. Wir versuchen durch die Einbindung von Asylbewerbern Helfer bei der Wiesenpflege und Ernte zu gewinnen und Wertschätzung für das Kulturgut Streuobst zu vermitteln. Gestern hat der Auftakt stattgefunden und das Ergebnis macht Mut. Ganz anders geartet ist ein Projekt von EUROPARC Deutschland. Hier wird versucht, die Investition in den Erhalt ökologisch wertvoller Flächen als Zertifikat zu verkaufen. Für dieses Projekt braucht man einen langen Atem, weil viele bürokratische Hürden zu beachten sind. Wer sich in einem der Projekte einbringen will, darf sich gerne bei mir als Geschäftsführerin melden. Meine Kontaktdaten finden Interessierte unter der Rubrik Vorstand Ich bin gespannt auf die Anfragen und sende apfelfrische Grüße aus Hofbieber Eure Astrid Schäfer

Ungewöhnlich und ausbaufähig

Liebe Apfelfreunde,

inzwischen beginnt in günstigen Lagen die Ernte des Klarapfels und viele Besitzer von Streuobstwiesen treffen Vorbereitungen für die Haupternte. Wir sind alle gespannt, was dieser trockene Sommer mit seinen wiederholten Hitzeperioden an Menge und Qualität hervorbringt. Eines ist unabhängig vom Wetter sicher: Nur wer seine Streuobstwiese pflegt und ständig daran arbeitet, wird langfristig gute Erträge haben.

Unser Vorstandsmitglied Bernhard Kastilan setzt hierbei auf die Hilfe der heimischen Insektenvielfalt. Und damit die sich wohlfühlen, hat er seine Insektenhotels weiter ausgebaut! Die Hotels sind so vielfältig und ungewöhnlich gestaltet, wie die Gäste, die hier einziehen sollen. Um den Unterwuchs kurz zu halten, setzt er außerdem auf die Hilfe von Schafen, welche die Wiese abschnittsweise abgrasen.

Den Besuch zum Fototermin bei Bernhard habe ich außerdem für einen Selbstversuch genutzt: Wie anstrengend ist aktive Wiesenpflege? Die die restlichen harten Grasstengel hatte Bernhard nach der Beweidung bereits ausgemäht. Jetzt galt es das schnell zu Heu getrocknete Gras zusammen zu rechen, damit er es für Igel und Co. in den Randbereichen aufsetzen konnte. Eine Arbeit in der Natur, die Spaß macht, für einen gesunden Menschen nicht besonders anstrengend ist, die aber Zeit kostet.

Weil es bei vielen Wiesen gerade an solchen Pflegearbeiten mangelt, überlegen wir uns jetzt, wie wir dafür helfende Hände gewinnen können. Das Potential ist ganz sicher noch ausbaufähig und wir werden ungewöhnliche Wege beschreiten müssen, um etwas zu bewegen. Mehr dazu, wenn wir die ersten Beispiele umgesetzt haben.

Eine gute Ernte wünscht mit apfelfrischen Grüßen

Eure Astrid Schäfer

Apfelbaumvielfalt

Liebe Freunde des Rhönapfels,

diesmal möchten wir einen besonderen Baum vorstellen, den unsere Partner in der bayerischen Rhön entdeckt und beschrieben haben. Der größte Apfelbaum der Rhön ist noch immer nicht vollständig erforscht, so dass wir aus Hinweise unserer Homepagebesucher hoffen. Die ausführliche Geschichte hierzu finden Interessierte rechts unten als Download.

Außerdem suchen wir Hinweise zum höchstgelegenen Apfelbaum der Rhön. Die Messlatte liegt hoch: Unsere widerstandsfähigen Apfelbäume wurden schon in Lagen von 780 m Höhe gesichtet. Wer bietet mehr?

Auf interessante Rückmeldungen freut sich mit dem Vorstand Eure

Astrid Schäfer

Wertschätzung des Rhönapfels

Liebe Apfelfreunde,

ich möchte die Apfelblüte mal zum Anlass nehmen, allen zu danken, die sich wirklich kümmern. Auf meiner Laufrunde um Hofbieber komme ich innerhalb weniger Meter an zwei Extrembeispielen für Streuobstbäume vorbei.

Eine Wiese, die in privater Hand ist, ist immer top gepflegt. Keinen Schnickschnack, nichtmal einen Unterstand gibt es dort, lediglich ein gut angelegter Komposthaufen ist vorhanden. Aber die Bäume haben alle Altersklassen, die nachgepflanzeten Jungbäume sind gut geschützt, die Wiese unter den Bäumen wird zu jeder Jahreszeit gepflegt und das Obst wird geerntet.

Wenn ich am nächsten Acker vorbei gelaufen bin, kommt das andere Extrem: eine lieblose Aneinanderreihung von denkbar schlecht gepflegten Bäumen. Mangels fachlichem Baumschnitt hat jetzt anscheinend die Verkehrsbehörde der angrenzenden Straße einen Rückschnitt für das Lichtraumprofil vorgenonmen. Grauslich!!! Hat da jemand nur zur Gewissensberuhigung Obstbäume gepflanzt und sie dann ihrem Schicksal überlassen?

Ich wünsche mir mehr Menschen die dem Rhönapfel echte Wertschätzung entgegen bringen. Das geht auch anders als eine eigene Obstwiese zu bewirtschaften. Wie wäre es damit, Produkte aus Rhöner Äpfeln zu genießen, auch wenn sie ein wenig teurer sind? Unsere Äpfel sind es allemal wert. Gönnen Sie den Veredlern, die sich viel Arbeit machen, die Wertschöpfung für deren Betrieb und zeigen Sie damit Ihre Wertschätzung für die Rhöner Äpfel! Einige der Produzenten aber auch Rezeptideen finden Sie direkt hier auf unserer Homepage.

Herzlich - nachdenkliche Grüße

Astrid Schäfer

Herzlichen Glückwunsch

... zum Apfelweinoscar. Am Samstag, den 11. April 2015 wurde zum siebten Male der Pomme D'Or verliehen. Immerhin dreimal konnten Produkte aus der Rhöner Schau-Kelterei den begehrten "ApfelWein-Oscar" gewinnen. Und so sehen die Sieger aus: "Boss-Kopf 2014" - ein frischer ApfelTischWein aus Rhöner Boskoop-Äpfeln, "Hochzeits-Eis-Apfel aus 2013" ein geeister Wein aus Äpfeln, Birnen und Quitten und der "2009er ApfelSherry Klimawandel" aus dem schottischen Whiskeyfass in Rhöner Natur gereift.

Den ausführlichen Bericht gibt es natürlich auf der Seite des Rhönschafhotels - Neues vom Wirt. Und im Kernhausladen finden Interessierte noch viel mehr herrliche Apfelspezialitäten.

Herzlichen Glückwunsch Jürgen! - Weiter so! Wenn wir das bei Dir feiern, werde ich mir mal den tollen SCH... Stempel bei holen. Was ich gerade amtlicherseits erlebe, verdient ihn. Kein Wunder, dass immer mehr Vereine aufgeben. Und es ist gut, dass es auch noch die schönen Nachrichten zum Verbreiten gibt.

Herzlich grüßt

Astrid Schäfer

Apfel-Nachwuchs für die Rhön

Unter dieser Überschrift beschreibt eines der Ausstellungsbanner, was wir unter Apfel-Liebe verstehen: Züchten, pflanzen, hegen und pflegen. Dazu wurde vor vielen Jahren das Programm 1.000 Apfelbäume ins Leben gerufen. Aber was ist passiert? Leider hat dieses Programm nicht den gewünschten nachhaltigen Erfolg. Es erreichen mich immer wieder Anrufe, die sehr schnell in die Frage münden: "Gibt es da auch Fördergelder?" Am schnellsten kommt die Frage leider ausgerechnet von Menschen, die gar nicht Mitglied unserer Initiative sind. Wie soll das funktionieren? Liegt denen wirklich die nachhaltige Pflege am Herzen? Leider hat die Erfahrung gezeigt, dass gerade bei Neuanpflanzungen von Streuobst die langfristige Pflege und Nutzung nicht gewährleistet ist. Also mussten wir handeln, so dass es keine pauschale Förderung aus dem Programm mehr geben wird.Vielmehr gibt es jetzt bei begründeten Förderanträgen zum Erhalt und der Pflege vorhandener Biotope Einzelentscheidungen und gezielte Projektförderungen. Das entspricht unserem Verständnis von Nachhaltigkeit. Aber es gibt auch die anderen - die ECHTEN - Apfelfreunde. Da ruft jemand bei der Geschäftsführung an, der vor einem Jahr eine alte Streuobsstwiese  übernommen hat und diese wirklich nachhaltig pflegen will. Die Anruferin bedankt sich für die Vermittlung eines kompetenten Partners, der gegen Entgeld die Bäume wieder in einen buchstäblich tragfähigen Zustand gebracht hat. Keine Frage nach Zuschüssen, vielmehr Begeisterung, dass der Baumpfleger gleich Folgetermine für die nächsten Schritte geplant hat, die zunächst Geld kosten, bevor der Ertrag in Form von Rhöner Äpfeln folgt. Wunderbar, es gibt sie noch, die ECHTEN APFELFREUNDE. Auch der Lehrlingswettbewerb für Köche, den die Dachmarke Rhön regelmäßig durchführt zeigt, dass es noch anderweitig Nachwuchs gibt. Der Wettbewerbssieger hatte als Dessert eine "Triologie vom Rhöner Apfel" in sein Menü eingebaut. Ein weiterer Baustein für die nachhaltige Bewirtschaftung von Streuobstwiesen ist damit erfüllt: Es gibt noch junge Menschen, denen die hochwertige und kreative Zubereitung des Rhöner Apfels am Herzen liegt. Und doch erreichen uns auch beim menschlichen Nachwuchs weniger erfreuliche Anfragen. Beliebt ist die Frage, nach Input für Studienarbeiten. Mit ein paar Rückfragen enttarne ich aber konsequent diejenigen, die uns nur "aussaugen" wollen. Da kann ich so sauer werden wie ein Rhöner Apfel. Ich versuche weiterhin zu sehen, dass das Glas halbvoll ist und gebe mir Mühe, denen zu helfen, die es ernst meinen - mit dem Rhöner Apfel und unserer Initiative. Hoffentlich gelingt uns bei all den bedenklichen Vorfällen, dass aus der Apfelblüte auch in diesem Jahr wieder eine gute Ernte hervor geht. Apfelfrisch-verwundert grüßt Euch Astrid Schäfer

Ist das nun gut oder schlecht?

Dieser Satz, den Jürgen Krenzer zum Abschluss 2010 auf unserer Homepage geschrieben hatte, ging mir kürzlich durch den Kopf. Dafür gibt es immer wieder Anlässe:

Wir hatten 2015 zumindest ab der mittleren Höhenlage ein paar Wochen Schnee und Frost. Und der Winter kam, als immer noch vereinzelte Äpfel an den kahlen Bäumen hingen, die dann bei den Amseln sehr willkommen waren. Ist das nun gut oder schlecht, dass nicht alle Streuobstbäume beerntet werden?

Und zum Jahresanfang 2015 hatte ich eine Rundmail an unserer gewerblichen Mitglieder geschickt, damit die daran denken, uns ihre Termine rund um den Apfel zu melden. Es kam keine Reaktion! Ist das nun gut - weil ich die Termine inzwischen durch mein Netzwerk so finde - oder schlecht, weil es wirklich nicht mehr Angebote gibt.

Schließlich sind da noch die telefonischen Anfragen rund um das Thema Apfel. Hier telefoniere ich selten mit Mitgliedern unserer Apfelinitiative. Oft kommen Anfragen aus ganz anderen Bereichen und Regionen. Ist das nur gut oder schlecht?

Also setze ich mal wieder aus eigener Einschätzung Themen auf die Agenda der  Vorstandstreffen. Und es freut mich, dass aus dem Vorstandskreis auch Vorschläge, Rückfragen und Anregungen kommen. Das ist sicher gut. Aber erfüllen wir wirklich die Erwartungen, die unsere Mitglieder haben? Decken wir mit unseren selbstgestecken Zielen wirklich deren Interessen so gut ab, dass wir so weiter machen dürfen?

Ich bleibe neugierig und fordere alle, die ein Anliegen haben auf: Meldet euch bei mir. Egal ob eure Nachricht gut oder schlecht ist.

Apfelfrische Grüße und auf eine produktive Zusammenarbeit für den Rhönapfel

Eure Astrid Schäfer

Auf ein neues

Ein apfelfrisches neues Jahr, Projekte mit Weitsicht und ein gutes Auge für die Chancen einer naturnahen und regionalen Wirtschaftsweise - Das alles wünsche ich unseren Mitgliedern und allen Freundendes Rhöner Streuobstapfels.

Wie langfristig man beim Thema Streuobst denken und handeln muss, habe ich bei mir selbst erfahren. Wie das Foto zeigt, konnte ich auf den Streifengängen als Naturschutzwartin der Bergwacht schon nicht von den Rhöner Äpfeln lassen. Und auch wenn es mein Steuerberater bei der Beurteilung der Belege nicht verstehen wollte, ich habe schon im ersten Jahr meiner Selbständigkeit Literatur zum Thema Streuobsstwiesenpflege erworben, weil ich gerne in diesem Bereich tätig werden wollte. Mit Weitblick führen - Das versuche ich meinen Kunden beizubringen. Es bedeutet: Augen aufhalten, Kontakte knüpfen und pflegen, langfristig denken und Menschen einbeziehen.

Für alle, die in diesem Jahr neue Sorten auf ihrer Streuobstwiese ansiedeln möchten, hat  unser Vorstandsmitglied Adam Zentgraf die aktuelle Edelreiserliste zur Verfügung gestellt. Wer sich dafür interessiert und gleichzeitig etwas zum Thema Baumschnitt erfahren will, dem empfehle ich die Edelreiserbörse in Hausen am 21.03.2015. Mehr zum Programm und noch viel mehr Termine rund um den Apfel finden Interessierte unter der Rubrik Veranstaltungen.

Ich bin gespannt, wohin mich mein Weg mit der Rhöner Apfelinitiative in diesem Jahr führt. Ganz sicher, werden wir unsere Stärken stärken. Aber wir werden auch manchen Ablauf überdenken müssen, damit die Ziele des Vereins erfüllt werden. Gemeinsam  mit dem Vorstand freue ich mich über alle, die sich dabei aktiv einbringen.

Herzlich grüßt

Eure Astrid Schäfer

 

Pflanz- und Pflegezeit

Liebe Apfelfreunde,

ein denkwürdiges Apfeljahr geht zu Ende. Die Natur hat im wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ziemliche Kapriolen geschlagen. Beispielsweise hatten wir mal wieder das seltene Phänomen, dass einzelne Bäume zur Zeit der Fruchtreife nochmal geblüht haben.

Jetzt gilt es, alles für die zukünftigen Erntejahre vorzubereiten. Das geschieht zum Einen natürlich durch fachgerechte Nachpflanzungen. Hierbei sind die Baumschulpartner der Apfelinitiative gute Adressen. ABER: Bei der Vielfalt an Apfelsorten, ist nicht jeder Baum ad hoc als Pflanzling verfügbar. Wer einen speziellen Sortenwunsch hat, sollte diesen vorab telefonisch mit der Baumschule klären, damit bei der Abholung der Wunschbaum auch bereit steht.

Und die Pflege der Streuobstwiesen steht nach Ernte und Verarbeitung der Äpfel auch wieder an. Obwohl die Fachleute immer wieder über den richtigen Zeitpunkt diskutieren, ist der Winterschnitt von Obstbäumen nach wie vor sehr verbreitet. Das resultiert unter anderem aber aus der Tatsache, dass in der Landwirtschaft im Winter Zeit für solche Arbeiten ist. Egal ob Sommer- oder Winterschnitt: Nur durch nachhaltige Pflege der Bestände, wird der Ernteerfolg langfristig gesichert. Die noch wenigen Früchte eines jungen Baumes sind meistens auffallend groß. Wenn aber der Baum wächst und mehr Früchte trägt, erhält man nur bei kontinuierlicher Baumpflege weiterhin große und gesunde Äpfel.

Vor den Herbst und Winterstürmen lohnt sich auch ein Blick auf die Baumsicherung: Sind die Stützen der Jungbäume noch in Ordnung? Wie steht es um den Verbissschutz? Wie sieht es mit dem Todholz bei Altbeständen aus? Sollten hier brüchige Todäste entfernt werden? Auch der Mistelbefall wird jetzt sichtbar und kann durch Ausschneiden eingedämmt werden.

Alles in allem kann man sagen: Nach der Saison ist vor der Saison. Ein Apfelbauer, der wirklich nachhaltig wirtschaftet hat immer gut zu tun. Wir sollten alles daran setzen, dass diese Arbeit auch zukünftig durch angemessene Apfelpreise Wertschätzung im warsten Sinn des Wortes erfährt.

In diesem Sinne schließe ich mit apfelfrischen Grüßen

Eure Astrid Schäfer

Gut besuchte Apfelwanderung

Ich wollte es einfach wissen. Kann man mit dem Thema "Apfel" Wanderer in die Rhön holen? Ja, eindeutig! Am letzten Oktoberwochenende hatte ich eine Gruppe von fast 30 Teilnehmern bei der ersten Apfelwanderung in der Rhön zu Gast. Unser Weg führte von Hofbieber über Langenbieber zur Fohlenweide. Und es war sehr interessant, welche Fragen die Wanderer zum Apfel hatten. Das reichte von der Höhenlage zum Apfelanbau über Fragen zum Annahmesystem bis hin zu einer regen Diskussion, wie wir die Rhöner Äpfel zu möglichen Käufern in die Stadt bringen können.

Besonders gefreut habe ich mich über die Gäste aus dem Vogelsberg. Die hatten nicht nur mehr als eine Stunde Fahrtzeit auf sich genommen. Wir kamen auch in den Genuss verschiedener selbst hergestellter Apfelprodukte. Natürlich gab es als Anregung, die Rhöner Äpfel kreativ zu nutzen auch mein legendäres Strudelmus und eine Kostprobe des "Starken Apfel Nr. 7". Diesen Apfelwein veredelt Harald Elm auf immerhin 10% Alkoholgehalt und das bei einer fantastisch fruchtigen Note. Einige Mitwanderer nutzten auch die Gelegenheit selbst nach Falläpfeln in der Wiese zu stöbern und bewusst die Sorten im Vergleich zu verkosten.

Eine Familie war mit Ihren beiden Kindern dabei, die sichtlich Spaß daran hatten, die letzten Äpfel des Jahres einzusammeln und ihrem Vater in den Rucksach zu packen. Weil die Resonanz so gut war, wird es auch im nächsten Jahr wieder so eine Apfelwanderung um Hofbieber geben. Ich freue mich schon jetzt darauf!

Mit apfelfrischen Grüßen

Astrid Schäfer

Partner-Projekte-Perspektiven

Es geht rund um den Rhöner Streuobstapfel - und zwar in vielerlei Hinsicht. Passend zum Start der Erntesaison präsentiert sich unsere Ausstellung noch bis zum 9. Oktober in der Gemeindeverwaltung Hilders. Und diesmal gab es eine ganz besondere Auftakt-Veranstaltung: Die Kinder der Kindertagesstätte "St. Bartholomäus" aus Hilders besuchten diese etwas andere Vernissage-Eröffnung in der Rathaus-Galerie. Deshalb gab es zur Begrüßung auch nicht Sekt und Schnittchen, sondern Rhöner Streuobstäpfel und Apfelsaft. Gemeinsam mit Bürgermeister Blum und konnte sich Jürgen Krenzer als Vorsitzender der Apfelinitiative überzeugen, wie groß das Apfelwissen schon bei den Kleinen Gästen ist. Und zum Abschied durften die Kinder ein Apfel-Mandala mit nach Hause nehmen.

Gerade jetzt, wo die Äpfel reifen, zeigt sich die Kreativität der Rhöner. Lassen Sie sich bei einer Wanderung durch die Streuobstwiesen doch mal zu einem Apfelgericht für die eigene Familie  anregen.Beate Spiegel-Schäfer von der Tourist-Info in Hilders hat es getan und hat uns gleich ein Foto ihres Äbbelgrömbel geschickt. Wer selbst nicht kochen will, kann schließlich auch noch seinen Ausflug zum Kulturgut Streuobstwiesen mit der Einkehr in der heimischen Gastronomie verbinden. Viele Speisekarten enthalten jetzt in der Saison Gerichte mit heimischen Äpfel. Wer die totale Apfelvielfalt sucht, dem empfehle ich einen Besuch beim Apfelmarkt im Streuobstdorf Hausen am Sonntag, den 19. Oktober.

Besonders erfreulich ist, dass die heimischen Äpfel bei der Bevölkerung wieder bewusst wahrgenommen werden. Das zweigt sich auch daran, dass gerade jetzt wieder ganze Familien bei der gemeinsamen Apfelernte in Streuobstwiesen zu sehen sind. Liegt dass auch daran, dass der Mensch die Dinge besonders schätzt, die rar geworden sind

Damit der Einsatz für die Rhöner Äpfel Verbreitung findet, bitten wir alle, die Erlebnisangebote rund um das Thema anbieten: Schickt die Termine an Rhoenapfel@controlling-schaefer.de, damit wir sie auf unserer Homepage veröffentlichen können.

Fotos: Franz-Josef Enders/Beate Spiegel-Schäfer

Vorwärtsstarten in die Apfelsaison

Passend zum Start in die Apfelsaison 2014 hatten wir zur Mitgliederversammlung eingeladen. Diesmal waren die Caritaswerkstätten in Nüsttal Haselstein unsere Gastgeber. Die Veranstaltung wurde durch Michael Wehner eröffnet, der zunächst einen Einblick in die Arbeit dieses Hauses gab. Danach nutzten die Mitglieder gerne die Gelegenheit zu einer Führung durch das weitläufige Haus. Ein Tätigkeitsfeld der Werkstätten ist die Herstellung von ausgewählten Fruchtaufstrichen durch den Arbeitsbereich "Rhöner Fruchtgenuss". Als Abschluss der Führung wurde im Versammlungsraum eine Auswahl dieser Genüsse zur Verkostung angeboten. Viele der Gäste nutzten danach die Gelegenheit, im dazu gehörigen Lädchen auch Produkte zu erwerben.

Die anschließende Mitgliederversammlung war geprägt von den beiden Hauptthemen "Satzungsänderung" und "Apfelannahme 2014". Mit der neuen Satzung bekennt sich der Verein jetzt auch an dieser Stelle zu den Kriterien für Bio-Obst gemäß der Vorschriften der EU-Öko-VO.

Aber auch klassische Themen wie die Vorstellung des Apfel des Jahres kamen nicht zu kurz. Da mit Reders Goldrenette eine frühe Sorte zum Apfel des Jahres 2014 ernannt wurde, hatte Adam Zentgraf zur Vorstellung gleich auch ein Körbchen davon mitgebracht. Obwohl bis zur Genussreife besser noch eine Woche hätte vergehen sollen, wurden spontan ein paar Exemplare geteilt und verkostet.

Da die Mitgliederversammlung bei Projektpartnern zum zweiten Mal einen so guten Zuspruch fand, wurde auch gleich der Veranstaltungsort für 2015 festgelegt.

Gastgeber 2015 wird die Baumschule Leinweber sein, die nächstes Jahr auch ihr 40jähriges Betriebsjubiläum feiert.

Passend zum Beginn der Erntesaison ist auch die Apfelausstellung wieder zu sehen. Unser Gastgeber ist diesmal die Gemeindeverwaltung Hilders.

Rhöner Apfelwelten als Ausflugserlebnis

Gerade rechtzeitig zur Urlaubssaison 2014 ist ein neuer Flyer des Biosphärenreservates Rhön erschienen. Der Flyer ist im Infozentrum auf der Wasserkuppe, bei vielen Touristinformationen und Partner des Biosphärenreservates erhältlich. Unter dem Titel "Staunen, wundern und verweilen" hat die hessische Verwaltungsstelle zusammengestellt, welche Vielfalt die Rhön bietet. Natürlich gehören dazu auch die Erlebnisse mit Biss und Grips bei unseren Apfelfreunden. Dazu gehören zum Beispiel die Streuobstlehrpfade in Hausen und an der Propstei Zella.

Aber auch zahlreiche gewerbliche Partner der Apfelinitiative bieten Besichtigungen und Führungen an. Wer noch Anregungen für Ausflüge sucht, findet diese unter der Rubrik "Apfelfreunde" in der oberen Auswahlleiste. Aktuelle Veranstaltungstermine rund um den Rhöner Streuobstapfel finden Sie auf der rechten Seite.

Rund um den Rhöner Streuobstapfel

Unser Vorstandsmitglied Bernhard Kastilan hatte im Mai zu einer Hummelexkursion auf seine eigene Streuobstwiese eingeladen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit Karl-Heinz Schmalz und dem Verein für Naturkunde Osthessen durchgeführt. Bei einem Rundgang erlebten die Teilnehmer, wie vielfältig allein die Hummeln als natürliche Bestäuber in diesem Biotop vertreten sind und welche Bedeutung sie für den Obst- und Gartenbau haben. Bernhard Kastilan ist es durch gezielte Fördermaßnahmen wie Hummelkästen gelungen, Hummeln als Bestäuber für seine Obstbäume anzusiedeln. Durch die Hummeln als Ergänzung zu Bienenvölkern gelingt es, dass die Bestäubung der Bäume auch bei kalter und windiger Witterung gewährleistet ist. Aber auch Solitärbienen finden in einem vielfältigen Lebensraum wie der Streuobstwiese genauso einen Lebensraum wie Hornissen.

Auch unsere Ausstellung geht auch 2014 wieder auf die Reise durch die Rhön. Passend zur Apfelblüte präsentieren wir Informationen rund um das heimische Streuobst in der Umweltbildungsstätte in Oberelsbach. Der Kontakt entstand bereits im Vorjahr, weil die Ausstellung im Haus der langen Rhön eine so gute Resonanz gefunden hatte. Oberelsbach hat nicht nur durch das Infozentrum und die Nähe zum Streuobstdorf Hausen einen engen Bezug zum heimischen Streuobst.

Das Thema Streuobstapfel passt auch hervorragend zum Gesamtkonzept des Rhöniversums, das sich unter anderem mit den Themen Kulturlandschaft, nachhaltiger Konsum und Artenvielfalt in der Rhön befasst. Mit der informativen Ausstellung im Foyer erreichte die Apfelinitiative ein breites Publikum. So nuzen nicht nur den Gruppen, die in der Oberelsbach ihre Themenwoche verbringen die Gelegenheit sich zu informieren. Am Tag der offenen Tür zum Kantatemarkt kamen auch zahlreiche Marktbesucher. Die Ausstellung ist in der Umweltbildungsstätte noch bis zum 26. Mai zu sehen. Für Besucher, die mehr als nur Eindrücke mitnehmen möchten, stehen die Info-Broschüre Partner-Projekte-Perspektiven und der Flyer Rhöner Apfelvisionen zur Verfügung. Im Herbst wird sich die Apfelinitiative in der Gemeindeverwaltung in Hilders präsentieren, weitere Ausstellungsorte für das nächste Jahr sind schon jetzt in Planung.

In der Umweltbildungsstätte Oberelsbach wird übrigens auch das neueste Rhöner Apfelprodukt ausgeschenkt. Die Apfelschorle des MineralBrunnens RhönSprudel, die in Kooperation mit der Dachmarke Rhön in diesem Jahr exklusiv nur für die regionale Gastronomie entwickelt wurde, ist hier ganz selbstverständlich ein Teil des regionalen Genussangebotes in der Kantine.

 

Wer ernten will, muss rechtzeitig handeln

Liebe Apfelfreunde,

Jürgen Krenzer hat mir von einem Vortrag erzählt. Der Redner hat die Zuhörer aufgefordert, rechtzeitig nachzusähen. Gemeint war: Man muss handeln, wenn es noch gut läuft, also wenn der Ernteertrag noch stimmt. Ich möchte alle Apfelfreunde ermuntern, die anstehenden Baumpflege- und Veredlungskurse zu nutzen. Auch 2014 haben wir die Termine verschiedener Anbieter aus der Region wieder auf unserer Homepage zusammen gestellt.

Gerade die Hochstämme unserer Streuobstwiesen brauchen lange Zeit bis zur Ernte. Wenn Bäume erst überaltert sind und aussehen wie der Stamm auf meinem Foto, dann ist es mit der Ernte vorbei. Aber dieser zerfallende Stamm hat mir trotzdem viele nette Begegnungen gebracht. Ich musste ungewöhliche Wege beschreiten, um den Besitzer des gefällten Holzes ausfindig zu machen. Dadurch habe ich nicht nur einen angenehm-unternehmungsfreudigen jungen Mann aus meiner Gemeinde kennen gelernt, sondern auch seiner Großmutter gute Kontakte für die Nachpflanzung im Hausgarten geben können. Sie hat mir auch soviel zu dem Baum sagen können, dass der etwa siebzig Jahre alt gewesen ist. Das Stammstück wird zukünftig mit mir und der Apfelausstellung auf Reisen gehen. Dass ich mich für das Geschenk mit einer Flasche Apfelsherry bedankt habe, versteht sich von selbst!

Bleibt mit mir neugierig was aus der wohl frühesten Apfelblüte in der Rhön wird, und schaut immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei.

Apfelfrische Grüße sendet

Astrid Schäfer

Apfelallergien - und was ist mit dem Bratapfel zu Weihnachten?

Gerade jetzt, vor dem Weihnachtsfest steigt die Suche nach adventlichen Rezepten an. Und immer wieder erscheint der Apfel, in vielerlei magensäureanregenden Rezepten und Bildern. Wo Apfelfans das Wasser im Munde zusammen läuft, lässt viele Allergiker vor Wehmut aufstöhnen. Doch das muss nicht sein. Fast 30 Prozent der Allgemeinbevölkerung in westlichen Ländern leiden unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit - Tendenz steigend. Davon etwa vier Millionen Menschen in Deutschland, reagieren allergisch auf Äpfel.

Jörg Disse unser Vorstandsmitglied und Oecotropholgenkoch hat dazu in seinem Blog einen interessanten Artikel geschrieben: http://www.esstyle.de/apfelallergie-unterm-weihnachtsbaum

Das Saisonende 2013 ist nahe!

Die Saison begann spät und war kurz!

Die Apfel-Saison 2013 neigt sich dem Ende zu. Wer sicher sein will, dass seine Äpfel noch angenommen werden, sollte vorab telefonisch bei seiner Annahmestelle anfragen. Die Telefonnummern finden Sie unter "Annahmestellen".

Es war schon verrückt dieses Jahr. Kaum hat die Apfelsaison mit sehr geringen Mengen bei frühen und mittelspäten Sorten begonnen, ist sie auch schon um. Immerhin gab es bei den späten Sorten mittlere Erträge. Allerdings war das Aufsammeln der kleinen Äpfel sehr arbeitsintensiv. Trotzdem danken wir allen, die sich die Mühe gemacht haben. Das gilt für die Apfelbauern genauso, wie für die Annahmestellen, die ihre Arbeitskraft jedes Jahr wieder einbringen. Schade, dass 2013 der Aufwand und die Mühe für die geringe Menge Äpfel unverhältnismäßg hoch waren.

Die wenigen Äpfel, die jetzt noch an blattlosen Bäumen hängen, finden sicher noch Abnehmer: Entweder hungrige Vögel im Winter oder Wanderer auf "Mundraubtour".

 

Eine lebendige Mitgliederversammlung 2013

Am Sonntag, den 08. September fand unsere Mitgliederversammlung 2013 in einem neuen Rahmen in der Brotzeitscheune am Bio-Hof-Gensler statt. Vorab hat unser langjähriges Mitglied Christof Gensler seinen Betrieb vorgestellt. Dann präsentierte sich unser neues Mitglied Jörg Disse mit einem Rhön-Shooter als gesundem Getränk, dass natürlich auch den Rhöner Apfelsaft enthält. Das Rezept hat der Oecotropholge und Koch uns für die Homepage zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung konnten wir auch die Vertreter des "Rhöner Fruchtgenuss" begrüßen, die aus vielen Rhöner Früchten in der Behinderten Werkstatt auf Schloss Haselstein leckere Marmeladen, Säfte, Sirups und noch mehr herstellen. Mehr zu den neuen Partnern Rhöner Fruchtgenuss - Caritas Haselstein und Jörg Disse - EsStyle finden Sie unter "Apfelfreunde".

 

Ausstellung rund um den Rhöner Apfel

Die Apfelausstellung geht auch 2013 auf Tour

Mit der Apfelblüte haben wir die Präsentation der Informationen rund um den Apfel für 2013 gestartet. Was wir bei den Terminen alles bieten, genaue Termine und Öffnungszeiten finden Sie unter dem Punkt Veranstaltungen.

Hier geben wir nur einen kurzen Überblick: Begonnen haben wir im Juni mit der Ausstellung im Foyer des Landratsamtes in Fulda. Weiter geht es Mitte Juli nach Hünfeld, wo die VR-Bank NordRhön unser Gastgeber ist. Als Abschluss unserer Rundreise mit der Ausstellung freuen wir uns auf das neu renovierte Infozentrum in Oberelsbach. Hier wird die Ausstellung ab Mitte August zu sehen sein. An allen Veranstaltungsorten erhalten Interessierte auch unsere neue Broschüre "Partner-Projekte-Perspektiven" und "Apfelvisionen"

Nach den Ausstellungsterminen brauchen wir die Exponate für unsere Traditionsveranstaltungen in Seiferts und Hausen.

Partner-Projekte-Perspektiven

Die neue Apfelbroschüre ist da! Wir haben es tatsächlich geschafft. Und wichtige Informationen und um die Rhöner Apfelinitiative und Ihre aktiven Mitglieder neu aufgelegt.

Dabei haben wir einige Neuerungen gewagt. Es gibt keinen Terminteil mehr, denn aktuelle Termine pflegen wir hier auf unserer Homepage. Stattdessen geben wir den Lesern einen Überblick zu Kult-Veranstaltungen, Apfel-Ausflugszielen und der Apfel-Ausstellung.

Bewährtes haben wir beibehalten, nämlich die Übersicht zu den regionalen Partnern unseres Projektes.  In einem übersichtlichen Adressteil finden Sie die Adressen und Kontaktdaten zu Annahmestellen, Keltereien, Baumschulen, Brennern und Likörherstellen sowie Vermarktern und Gastronomen. Serviceunternehmen, die unser Projekt inhaltlich und als Mitglieder unterstützen sind in dieser Broschüre genauso aufgeführt wie die Fördermitglieder, die unsere Arbeit mit Ihrem Mitgliedsbeitrag in besonderem Maße unterstützen.

Und zum guten Schluss finden Interessente, die die Rhöner Apfelinitiative e. V. aktiv als Mitglieder unterstürzen wollen, einen Mitgliedsantrag.

Für diejenigen, die bei Baumpflanzungen die Erhaltung der Streuobstbesstände vor Ort erhalten und verjüngen wollen, sich außerdem die wichtigsten Informationen zur neuen, vereinfachten Abwicklung unseres Projekts 1000 Apfelbäume beschrieben.

Es gibt viel zu tun...

Liebe Mitglieder und Apfelfreunde, das noch junge Jahr bringt in der Apfelinitiative viele Aktivitäten mit sich.

Aber der Reihe nach. Als ich meine Aufgabe angetreten habe, ging der Blick zunächst in die Vergangenheit: Was haben sich unsere Mitglieder gewünscht? Aus Protokollen der Mitgliederversammlungen konnten wir die Themenfelder Öffentlichkeitsarbeit und Schnittkurse entnehmen. Der erste Schritt zu besserer Wahrnehmung der Rhöner Apfelinitiative e. V. in der Öffentlichkeit war damals mit der Bannerausstellung bereits getan. Die Ausstellung kommt so gut an, dass wir für 2013 wieder drei Ausstellungstermine organisiert haben. Besonders gefreut hat mich, dass ein Besucher der Ausstellung auf der Wasserkuppe von sich aus ein Gedicht „Lob dem Apfel" zur Ausstellung beigesteuert hat.

Ein weiteres Thema war der Wunsch nach einem breiten Schnittkursangebot, damit in der Rhön nicht nur Nachpflanzungen von Streuobstbäumen erfolgen. Die Wiesen sollen auch gepflegt werden. Diese Aufgabe bin ich mit der mir eigenen produktiven Faulheit angegangen, indem ich die vielen Termine die es gibt, zentral unter Veranstaltungen auf dieser Seite zusammen getragen habe. Wir haben von Seiten der Apfelinitiative bewusst keine eigenen Termine organisiert, um keine Konkurrenz zu schaffen. Auch so finden Sie hier eine große Bandbreite an Orten, Themen und Anbietern zur Pflege von Streuobstbeständen aber auch zu Pflanzung und Verarbeitung. Als Quelle dienten die Kalender aller drei Biosphärenreservatsverwaltungen in der Rhön. Natürlich freuen wir uns auch, wenn Anbieter, die wir nicht im Kalender des Biosphärenreservates finden, ihre Termine aktiv an uns melden. Unsere Aktivitäten leben alle vom Mitmachen! Das bedeutet: die Vielfalt der Angebote kann nur bei entsprechender Teilnahme aufrecht erhalten werden.

Neu ist in 2013 auch die Veröffentlichung der „Edelreiserliste". Hier können Interessierte vorab einsehen, welche Sorten bei der Edelreiserbörse in Hausen verfügbar sein werden. Der Termin und die Kontaktdaten von Adam Zentgraf sind ebenfalls in der Liste erkennbar.

Außerdem freuen wir uns auch über die neuen Mitgliedsanträge und sind begeistert, von wo die alle kommen: die Bandbreite reicht von Hamburg über Erfurt bis zu einem gebürtigen Westerwälder. Wir hoffen, dass wir mit den vielen Themen, die wir in diesem Jahr angehen, auch in der Rhön noch mehr aktive Unterstützer finden.

Was passiert noch alles? Die Aktivitäten werden in 2013 außer unserer neuen Informationsbroschüre „Partner-Projekte-Perspektiven" auch Produktentwicklungen zum Thema Apfel einschließen. Mehr will ich noch nicht verraten, denn ich brauche ja auch noch ein paar Themen, für die nächsten Neuigkeiten. Deshalb schließe ich mit dem Slogan von Reinhold Jordan für unsere Banner: Bleiben Sie „apfel to date" und schauen Sie immer wieder mal auf dieser Seite vorbei - oder besuchen Sie eine der vielen Veranstaltungen.

Ich freue mich auf ein ereignissreiches Apfeljahr

Eure Astrid Schäfer

Hängen lassen ?!

Gerade in dieser Apfel-Erntesaison war die Situation eine ganz besondere: Mitten in die Ernte kam der Schnee und danach der erste richtige Frost. Das sah schon ziemlich befremdlich aus: Bäume voller Äpfel im Schnee! Aber immer wieder hören wir alle davon, dass ein Apfel erst dann richtig reif ist, wenn er sich von selbst vom Baum trennt. Darf man Äpfel hängen lassen?

Man darf: ich habe es ausprobiert, und nach dem ersten Schnee rundum auf Streuobstwiesen Äpfeln eingesammelt, die nach dem Kälteeinbruch vom Baum fielen. Was für ein Genuss! Die hatten auch von der heftigen Frostnacht keinen Schaden genommen. Äpfel darf man also getrost hängen lassen, bis sie sich selbst verabschieden.

Und wie ist das mit Menschen, die etwas bewegen wollen? Im zwischenmenschlichen Bereich gebrauchen wir den Begriff „hängen lassen" nämlich auch. Wir von der Apfelinitiative wollen unsere Mitglieder nicht hängen lassen. Aber wie ist das anders herum? Wer bringt sich wirklich ein?

Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die mich in meiner Einarbeitung nicht haben hängen lassen: Das gilt für meine beiden Vorgängerinnen im Amt der Geschäftsführung genauso, wie die Apfelspezialisten im Vorstand und die Netzwerkpartner in den Verwaltungsstellen des Biosphärenreservates. Auch einige unserer gewerblichen Mitglieder haben mit Ideen und Anregungen aufgezeigt, wie sie sich als Mitglieder die weitere Entwicklung vorstellen. All diese Menschen haben sich Mühe gegeben, damit ich Fuß fasse und etwas in Bewegung bringe.

Und für 2013 sind schon viele Aktivitäten im Entstehen: Die Apfelausstellung geht auf Reisen zu weiteren Orten, wir haben einen neuen Flyer rund um Projekte-Partner-Perspektiven auf den Weg gebracht, der unser Netzwerk besser bekannt machen soll und wir werden uns auf neuen Wegen der Apfelveredlung zu innovativen Produkten widmen.

Ich bin gespannt, wer sich noch einbringt und hoffe, dass mich die Mitglieder auch zukünftig nicht hängen lassen. In diesem Sinne wünsche ich allen eine besinnliche Adventszeit und frohe Weihnachten.

Mit apfelfrischen Grüßen und den besten Wünschen für 2013

Eure Astrid Schäfer

Feuerbrand auch in der Rhön?

...besser nicht!

Feuerbrand Prävention durch richtige

Information(s quellen)

Mit dem Klimawandel verschwinden nicht nur Pflanzen und Tiere in der Rhön und es kommen andere,  Wärme liebende Arten hinzu. Mit der Klimaerwärmung und auch durch den räumlich weitläufigeren Handel von Pflanzen steigt auch in der Rhön die Gefahr des Feuerbrandes. Andere Gebiete wie z. B. die Bodenseeregion sind aufgrund Ihres Klimas schon lange vom Feuerbrand betroffen und wenn man im Internet recherchiert, stößt man auf zahlreiche Fachartikel insbesondere auch aus Österreich oder der Schweiz. Fachleute beschäftigen sich schon lange mit diesem Thema und es gibt zum Teil sehr kontroverse Ansichten, wie man der Problematik begegnen kann.

Deshalb wollen wir als Verein uns nicht auf die Ebene begeben, hier eine tiefgehende Fachdissertation zu veröffentlichen. Gerade erwerbsmäßig tätige Obstbauern begegnen der Gefahr Feuerbrand durch regelmäßige Beobachtung und konsequente Maßnahmen sehr bewusst. Aber sind sich Hobbygärtner im Klaren, welche Gefahr sie sich mit nicht regionalen Pflanzen aus dem Bau- oder Gartenmarkt in ihren Garten holen? Welcher Laie ist sich wirklich bewusst, dass eine über längere Zeit gesund wirkende Pflanze trotzdem Träger und damit Überträger von Feuerbrand sein kann?

Klar ist: ES GIBT NICHT NUR „DIE EINE" UNSACHE. Vielmehr ist die Sensibilität von Gärtnern und Obstbauern gefragt, wenn jemand neue Pflanzen in seinen Garten einbringen will. Denn: Feuerbrand betrifft eine ganze Pflanzengruppe nämlich alle apfelartigen Rosengewächse. Damit gibt es neben den allgemein bekannten Feuerbrandwirten wie Quitten, Birnen und Äpfeln und den Wildpflanzen dieser Familie auch einige sehr beliebte Zierpflanzen wie z. B. Cotoneasterarten und natürlich auch die Zierquitte.

Wer vorbeugend bei der Wahl seiner Pflanzen potentielle Feuerbrandwirte meiden will, kann z. B. für das Selbststudium bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die sehr verständlich und informativ aufbereite Broschüre „Feuerbrand" anfordern. Wichtig ist bei allen Informationsquellen darauf zu achten, wann die Publikation erfolgte. Das gilt insbesondere bei Aussagen zur regionalen Verbreitung des Erregers.

Eine im regionalen Umfeld tätige Baumschule kann aber die örtlichen Gegebenheiten und geeignete Arten für die bestehende Pflanzsituation sicher noch aktueller beurteilen. Gerade bei der Neuanlage oder gänzlicher Umgestaltung eines Areals lohnt es sich, hier fachlichen Rat einzuholen.

 

Der ApfelHerbst kommt!

Es hat funktioniert! Denn scheinbar gibt es mehr Menschen, die unsere Homepage besuchen, als ich bisher glaubte. Das darunter auch viele sind, die mit der Rhöner Apfelinitiative (RAI) direkt nichts zu tun haben ist ja normal. Jeder kennt den Spruch vom Propheten im eigenen Land...

Mein konstruktiv-kritischer Kommentar im offenen Dialog ist angekommen. Und ich habe mich sehr darüber gefreut. Und es hat sich natürlich auch etwas getan. Darüber möchte ich apfelknackig berichten:

Neuer Vorstand

Naja, so neu ist er nicht, der Vorstand. Auf unserer Mitgliederversammlung am 23. Mai wurde ich wiedergewählt. Und meine Mitstreiter auch. Ausgeschieden ist Heinrich Heß - für ihn stösst endlich mal eine Frau in den RAI-Vorstand: Jutta Wahl. Wobei ich Heinrich gerne gehalten hätte. Er hat vieles aus einer ganz anderen Perspektive gesehen. Und das war gut so!

Apfelernte

Das ist ja in einer Streuobstinitiative immer das Thema. Viele reden ja immer von "Kampagne". Na ja. Für mich ist es immer noch die Apfelernte.  Und auch dieses Jahr (nach 2009 und 2010!) wird die Apfelernte in der Rhön durchwachsen werden.In Hessen schaut es gut aus. Sehr gut sogar. Laut Fuldaer Zeitung vom 16. August biegen sich hier die Äste vor Freude. Oder vor glücklichen Äpfeln. In der thüringischen Rhön scheint die Apfelernte weniger glücklich zu laufen. Es droht erstmals eine Nullnummer! Die Fröste Anfang Mai haben hier besonders brutal zugeschlagen. Aber auch hier gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt... Und aus unserem bayerischen Teil gibt es leider auch wenig optimistische Prognosen. In den Höhenlagen Top. In den Tallagen Flop! Dann bleibenwir mal entspannt und trotzdem gespannt wie sich das Ganze entwickelt. Letztes Jahr haben wir über unsere Initiative ca. 500 Tonnen eingesammelt. Nicht viel. Denn im Rekordjahr 2008 wurden wir mit 2.500 Tonnen "zugeäpfelt". Kaum zu schaffen für unsere Keltereien. Und es gab naturgemäss auch eine Menge Ärger. Wenn wir heuer 1.000 bis 1.500 Tonnen schaffen, dann bin ich sehr zufrieden. Schaun wir mal...

Neue Imagekatalog

Gemeinsam mit der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats entsteht ein neuer Imagekatalog über die Rhöner Apfelinitiative. Den Entwurf habe ich gerade abgesegnet. Richtig toll gemacht. Danke an alle Beteiligten!

Neue Währung für die Rhön

Ein ganz heisses Thema. Allzu viel darf ich darüber noch nicht schreiben. Aber bis 2013 haben wir hier in unserer Region eine eigene "Apfel-Währung" umgesetzt. Denn dann wird der Euro auch nicht mehr das sein, was er nie war...  

Ausstellung des Biospärenreservats Rhön

Auch hier wieder ein Projekt in vorbildlicher Kooperation mit dem Biosphärenreservat Rhön. Es wird eine professionelle Roll-up-Banner-Ausstellung erstellt - und unsere Betriebe können sich hier für kleines Geld präsentieren. Ist auch schon abgesegnet. Tue Gutes und rede darüber - so das Motto!

20 Jahre Biosphärenreservat Rhön

Wir sind ein Kind des Biosphärenreserats - und das Biosphärenreservat ist stolz auf dieses Kind. Ist ja in einer Eltern-Kind-Beziehung nicht immer so. Und natürlich bringen wir uns auf den Feierlichkeiten Ende August gerne ein!

Apfel des Jahres 2012

Die Rote Walze ist Apfel des Jahres 2012. Eine Apfelsorte, die eigentlich schon als ausgestorben galt. Bis die Elite-Pomologen die Rhön besuchten. Und hier bei uns diesen längst vergessenen Apfel fanden. Und noch viel mehr...

Und sonst?

Wir freuen uns über jeden, der sich einbringt. Denn die Rhöner Apfelinitiative sind wir alle. Nicht nur der Vorstand. Verstanden? Einverstanden?

Herzlich-apfelherbstliche Grüsse   Euer Jürgen H. Krenzer

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ruhiges Jahr? - offener Brief an alle Rhöner Apfelfans

von Jürgen H. Krenzer, seit 1995 Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vorstands der Rhöner Apfelinitiative e.V.

Es ist Dienstag, der 28. Dezember 2010, 19 Uhr. Wenn der Rhöner Winter den Schnee meterhoch vor die Haustüre weht, es draußen ungemütlich kalt und die Stube schön gewärmt ist, dann findet man endlich auch ein wenig Zeit, das vergangene Jahr zu reflektieren. Und sein schlechtes Gewissen aufzuarbeiten.

Ich mache das diesmal kurz und provokativ: Es ist ein wenig ruhig um die Rhöner Apfelinitiative geworden, oder?! Ist das nun gut oder schlecht?

Nun klar, ich hatte als Vorsitzender in 2010 mit dem R.A.S.T. - dem Rhöner ApfelSherry Theater ein ganz ordentliches Bauprojekt am Bein. Das Ganze war intensiver als geplant. Und daher unterm Strich kaum noch Zeit für das Ehrenamt übrig. Auch meine Vorstandsmitglieder haben sich ruhig verhalten und mich nicht an meine Pflichten erinnert. Ist das nun gut oder schlecht?

Es hat im Laufe des Jahres einige Austritte gegeben. Mal krankheitsbedingt, mal durch Aufgabe der Firma. Und einmal hat ein Mitglied mit gerade einmal 3 Apfelbäumen die Verbindung zur RAI gekündigt "...weil er es nicht will, das soviele Firmen von seinen Äpfeln profitieren!" Ist das nun gut oder schlecht?

Die Apfelernte war auch in 2010 wieder einmal bescheiden. Wir haben es immer noch nicht geschafft, in der thüringischen Rhön rund um die Gemeinde Rhönblick eine neue Annahmestelle zu installieren. Die Bürgermeister der dortigen Kommunen scheinen nicht gerade kooperativ zu sein. Und ich musste für einen Apfel-Erntedank, den ich  im Stedtlinger Bügerhaus zur Motivation der Apfelbauern der Umgebung gegeben hatte (mit Speis und Trank aus meiner kleinen Kelterei) als "Dankeschön" auch noch 60.- Euro Saalmiete an die Gemeinde zahlen. Ist das nun gut oder schlecht?

 Es gibt auch noch keinen "Apfel des Jahres 2011". Es war ja auch keine (Vorstands) Sitzung, um einen solchen festzulegen. Und Vorschläge von Mitgliedern oder Apfelfreunden gab es auch nicht. Außer einem landwirtschaftlichen Verlag aus Leipzig hat bisher auch noch niemand den "Apfel des Jahres 2011" vermisst. Ist das nun gut oder schlecht?

Das Bio-Kontrollsystem wird immer komplexer. Ich habe das Gefühl, das man von staatlicher Seite die Kontrollverfahren mit vagen Begründungen so verschärft und verkompliziert, das irgendwann die Bio-Bauern den Bettel in die Ecke schmeißen. Man verfolgt eindeutig das Ziel, das BIO nur noch für die Großen attraktiv - und für die Kleinen kosten- und arbeitsintensiv ist. Ich bin der Überzeugung, das konsequent regional das NEUE BIO ist. Der Erfolg unserer Kooperationspartner mit der Produktlinie "Unterm Apfelbaum" ist nur ein Beweis dafür. Ist das nun gut oder schlecht?

Wirtschaftlich geht es der Apfelinitiative gut. Die Kriegskasse ist prall gefüllt. Allerdings darf ich diese Mittel weitgehend nur zweckgebunden ausgeben - nämlich für die Pflanzung neuer Apfelbäume. Eine Geschäftsführung leisten wir uns aus finanziellen Gründen seit einiger Zeit nicht mehr. Ist das nun gut oder schlecht?

Wir gelten nach wie vor als Vorzeige- und Leuchtturm-Projekt des Biosphärenreservats Rhön. Ich sehe das im Gesamtzusammenhang schon etwas kritischer. Vor allen Dingen die bayerische Verwaltungsstelle wird (wahrscheinlich mangels gescheiter weiterer Projekte auf der bayrischen Seite) nicht müde, die Apfelinitiative weltweit bekannt zu machen. Sei es in Südafrika, in China, der Türkei oder in Portugal. Ist das nun gut oder schlecht?

Vieles hat sich in unserer Initiative verändert. Oder eher verselbstständigt. Jeder, der etwas zu vermarkten hat und irgendwo ein paar Eurocent damit verdienen kann, kümmert sich eben lieber darum. Die RAI spielt da nur die zweite Geige - ganz im Gegensatz zu früher. Ist das nun gut oder schlecht?

Ich bin ein kritischer Geist, der Dinge lieber hinterfragt statt einfach nur abzuwickeln. Der seine Meinung sagt (und schreibt) und dafür auch öfter mal eine in die Fresse gehauen bekommt. Ist das nun gut oder schlecht?

Jetzt könnt Ihr, liebe Apfelfreunde nämlich selbst entscheiden, ob es gut oder schlecht ist, was gerade passiert. Ich wünsche ALLEN ein Gesundes und Zufriedenes Apfeljahr 2000+11

Euer Jürgen H. Krenzer (noch bis März 2011 im Amt)

 

P.S.: Vieles geschieht, wo wir glauben das nichtsgeschieht!

Apfelinitiative präsentiert sich im ÜWAG-Kundenzentrum in Fulda

Apfelwein-Eis, spannende Vorträge, Buchlesung und Flüssiges vom Rhönapfel 

Am 24. Juni eröffnete Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller die Ausstellung "UNESCO-Biosphärenreservat Rhön" im ÜWAG-Kundenzentrum in Fuldas Stadtzentrum. Maike Pfannmüller durfte als Doppelspitze (Hessische Apfelwein-Königin und Geschäftsführerin der Rhöner Apfelinitiative) die Eröffnungsgäste mit flüssigen Rhöner Bio-Streuobstspezialitäten verwöhnen.

Die hochinteressante Ausstellung mit vielen anschaulichen Informationen ist noch bis zum 31. Juli geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Am Aktionstag Freitag, 18. Juli wird Maike ab 14 Uhr kostenlos leckerstes Kult-Apfelwein-Eis verteilen. Otto Ewers, Chef der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats wird zum Thema "Modellregion Rhön - ein erfolgreiches Experiment" referieren.

Zum Abschluß der Ausstellung stellt Jürgen H. Krenzer am Dienstag, 29. Juli um 14 Uhr sein Buch zum neuen Premium-Wanderweg der Rhön vor. Titel: "Ein Rhöner auf dem Hochrhöner". Eine anschliessende Buchlesung, untermalt mit einer kleinen Bilderschau und begleitet mit Krenzers Apfelsherry runden diesen Veranstaltungstag ab.

 

Rhöner Apfelinitiative als Vorbild - Jürgen H. Krenzer referierte in Urbach / Ostalbkreis

Der Vorsitzende der Rhöner Apfelinitiative im Epizentrum des Streuobstanbaus - im württembergischen Urbach fand am 17. April 2008 ein landesweiter Streuobsttag statt. Zum Thema "Streuobst schafft regionale Identität" sollten kommunale Ansätze für Baden-Württemberg näher beleuchtet werden. Immerhin kommen aus Baden-Württemberg fast 50% des deutschen Streuobstsaftes.

Grund für die Tagung ist der Rückgang der Streuobstbestände, die bekanntlich wichtige Biotope der Artenvielfalt sind. Das war 1995 auch das Motiv zur Gründung der Rhöner Apfelinitiative. Und die ist Vorreiter für unzählige andere Streuobstinitiativen in Deutschland geworden. Gerade der Ansatz "Schutz durch Nutzung" wird im Biosphärenreservat nicht nur proklamiert, sondern wirklich gelebt. Jürgen Krenzer machte den anwesenden Aktivisten Mut, auch einmal andere Wege zu gehen. Und stellte dabei sein 3-A-Modell vor:

Denn nur wenn man für eine Idee AUSGELACHT wird, ist diese wirklich gut. Das Schulterklopfen zeichnet hingegen eine schlechte oder durchschnittliche Idee aus. Aber dann kommt eine schwere Zeit, in der man ANGEMACHT wird. Erfolg produziert automatisch viele Neider. Doch das kann durchaus auch beflügeln. Ist auch das überwunden, dann wird gnadenlos ABGEKUPFERT. Gerade die ehemaligen Skeptiker sind dann diejenigen, die den Weg gehen, den sie vorher belächelt hatten. Das Gute am 3-A-Prinzip: Jede Phase dauert ein Jahr. Und somit hat der Kreative in der Regel drei Jahre Vorsprung, den er gut nutzen kann.

Natürlich durfte zum Abschluss des Vortrages ein kleiner, flüssiger Gruß aus der Rhön nicht fehlen - in Form eines Rhöner ApfelSherrys.

Apfel-Visionen werden zur Realität

Ein Visionär ist ein Mensch, der Unsichtbares sehen kann. Und damit seiner Zeit immer ein wenig voraus ist. Die Mitglieder der Rhöner Apfelinitiative haben gemeinsam viele Visionen in die Tat umgesetzt:

- Rhöner Schau-Kelterei in Seiferts

- Streuobstlehrpfad in Hausen

- Kelterei Ausbacher Roter

- Bio-Manufaktur der Kelterei Elm in Flieden

- Rhöner Apfelbier der Rother Bräu

- Apfelchips der Antonius-Werkstätten

- Krenzers ApfelSherry

- Biosiegel Rhön für Streuobst-Produkte

- Nachzucht alter heimischer Obstsorten

- Nachhaltige Kooperation mit Baumschulen

- Apfelmessen in allen 3 Bundesländern

- seit 1995 Veranstaltungskalender "Rhöner Apfelbörse"

- 12 Annahmestellen für Rhöner Öko-Streuobstäpfel

- Buch "Rhöner Apfelträume"

- Projekt 1000 Apfelbäume

- internationale Streuobstsymposien

- Vorbild für viele andere Streuobst-Initiativen

Rhöner Apfelinitiative e.V. • Eisenacher Straße 24 • D-36115 Ehrenberg-Seiferts/Rhön