Apfel-Kult-Döngesmühle

Hinter unserem neusten Projekt „Apfel-Kult-Döngesmühle“ verbirgt sich ein „Unter-Projekt“ unseres Projektes „1000 Apfelbäume“, das aus einer„Apfelwein-Laune“ heraus entstand. Was dahinter steckt: Im Jahr 2018 wird Döngesmühle, Ortsteil der Gemeinde Flieden, sein 250-jähriges Bestehen feiern. Bis dahin hat sich der Ortsbeirat ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In Döngesmühle sollen genauso viele Apfelbäume gepflanzt werden wie der Ortsteil Einwohner zählt. Anlässlich des „1. Apfel-Kult-Fest Döngesmühle“ am 02. und 03.10.2007 wurde in Anwesenheit von Landrat Bernd Woide, der ebenso wie Bürgermeister W. Kress und die Hessische Apfelweinkönigin Maike I. einen Apfelbaum pflanzte und für diesen die Patenschaft übernahm, der Anfang gemacht. Es fanden sich bereits 22 Paten, die sich beteiligten. Im Frühjahr startet das Projekt in die nächste „Pflanzrunde“. „Nachahmer sind gerne willkommen!“

Der erste Apfelbaum gehört der evangelischen Kirchengemeinde

Apfelbaum-Pflanzaktion der Rhöner Apfelinitiative in Poppenhausen

„Streuobstwiesen und Apfelbäume stellen ein erhaltenswertes Kulturgut dar, dennoch geht die Anzahl von Streuobstwiesen immer mehr zurück“, bilanziert Maike Pfannmüller, Geschäftsführerin der Rhöner Apfelinitiative (RAI) und Leiterin des Projekts „1000 Apfelbäume“. Umso erfreulicher, dass die RAI einen weiteren Mitstreiter gewinnen konnte: Die evangelische Kirchengemeinde Dalherda-Poppenhausen.

Ziel des 2003 ins Leben gerufenen Projekts ist die Förderung von Neupflanzungen, sodass bestehende Streuobstwiesen verjüngt beziehungsweise aufgepflanzt und neue Streubobstwiesen angelegt werden. „Weiterhin sollen neue ‚Apfel-Fans’ gewonnen werden, die sich mit diesem regionalen Produkt identifizieren können“, erklärt Pfannmüller. Ein fairer und saisonal stabiler Apfel-Aufkaufpreis von 14,50 Euro pro 100 Kilogramm Bio-Streuobstäpfel und das Bio-Streuobstapfelsaft-Projekt sollen den Streuobstanbau für alle engagierten Apfelbauern wieder interessant machen. 

In Poppenhausen kam die Idee, sich an dem Projekt zu beteiligen nun kürzlich vom Kirchenvorstand: Nachdem in den vergangenen Monaten die Außenanlage um das evangelische Gemeindehaus verschönert worden war, sollten die Arbeiten mit dem Pflanzen eines Apfelbaums beendet werden. „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“, zitierte Pfarrer Wolf-Benjamin Gittermann während der Pflanzaktion mit Maike Pfannmüller und Bio-Bauer Christof Gensler dabei Martin Luther. 

Maike Pfannmüller resümierte dabei, dass die bisherigen Neupflanzungen ein großes Interesse belegen: „Seit Gründung des Projekts ‚1000 Apfelbäume’ wurden bereits 950 vertraglich abgesicherte Apfelbäume gepflanzt.“ Erfreulich wäre für sie, wenn sich aus der Pflanzaktion in Poppenhausen ein ähnlicher „Apfel-Kult“ entwickeln würde, wie in dem Fliedener Ortsteil Döngesmühle. Dort soll in den nächsten Jahren für jeden Bürger ein Apfelbaum gepflanzt werden.

Die Kosten für die Apfelbäume in Höhe von mindestens 30 Euro tragen jeweils zur Hälfte die Apfelbaum-Paten und die Projektpartner, zu denen neben der Kelterei Elm und der Rhöner Apfelinitiative e.V. auch die Baumschulen Leinweber (Niederkalbach), Schlereth (Hammelburg) und der Rhöner Bauerngarten (Fladungen) gehören. Die Apfelbaum-Paten verpflichten sich im Gegenzug die geförderten Apfelbäume zu pflanzen, zu pflegen und einen Großteil der geernteten Äpfel an die Rhöner Apfelinitiative e.V. zu liefern.

Informationen zum Projekt gibt es unter www.rhoenapfel.de oder bei Maike Pfannmüller unter Telefon (06655) 980-20

Bio mit Gesicht

Die Kelterei Elm hat in Zusammenarbeit mit dem Naturland Verband ein neues Projekt – „Bio mit Gesicht“ - gestartet. Ziel dieses Projektes ist es, dem Verbraucher die Herkunft der Produkte vom Erzeuger über den Verarbeiter bis zum Handel lückenlos aufzuzeigen. Zur Zeit können bereits drei Produkte der Kelterei Elm im Internet rückverfolgt werden: Elm Öko Produkte … aus der Rhön! Apfelsaft klar 1l, Apfelsaft naturtrüb 1l und Apfelsaft + Holunder 1l. Auf dem Deckel dieser Produkte wird seit Juni eine Code-Nr. aufgedruckt. Über diesen Code kann man auf der Internetseite www.bio-mit-gesicht.de einiges über Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter erfahren. Viel Spaß beim ausprobieren!

Wallrother pflanzen eine Apfelbaum-Allee

Am Ortsrand von Wallroth ist eine Allee aus 46 Obstbäumen (überwiegend Apfelbäume, einzelne Birnen - und Kirschenbäume) entstanden. Die Pflanzaktion fand im Zuge des Projektes „1000 Apfelbäume" der Rhöner Apfelinitiative e.V., des Rhöner Bauerngartens und der Kelterei Elm aus Flieden statt. Ziel des Projektes ist es, den Erhalt der Streuobstwiesen in der Region zu sichern. Alexander H. Klüh, Markus und Alfred Basermann, Albert Stoll sowie Heike Stoll und Jürgen Fehl, die auch ihr Feld bereit gestellt haben, waren an der Wallrother Pflanzaktion im Schneetreiben beteiligt. Es wurden lediglich alte regionale Sorten gepflanzt um deren Erhalt zu sichern, die biologisch gezogenen Bäume stammen aus dem "Rhöner Bauerngarten" von Peter Alexander Kerner aus Fladungen. Im Frühjahr 2009 soll eine weitere Pflanzaktion erfolgen, auch unter Einbindung von Grundschule und Kindergarten Wallroth.
Apfelbaumpatenschaften sollen dann möglich sein, erklärte Alexander H.
Klüh, Vorsitzender des Fördervereins IG Wallroth e.V. Natürlich kann auch jeder selbst Fläche zur Verfügung stellen und mitpflanzen. Mehr allgemeine Infos gibt es auf www.rhoenapfel.de und speziell zu kommenden Pflanzaktionen in Wallroth bei Alexander H. Klüh, Telefon (06661) 911629. Auch die drei jüngsten Wallrother Bürgerinnen, Magdalen Fehl, Lina Stoll und Clara Maria Klüh haben jeweils ihr erstes Apfelbäumchen erhalten. Zum Abschluss und zum Aufwärmen nach getaner Arbeit reichte die Hessische Apfelweinkönigin Maike I. wie sollte es anders sein: heißen Apfelwein!

Rhöner Apfelinitiative e.V. • Eisenacher Straße 24 • D-36115 Ehrenberg-Seiferts/Rhön