Bayerisches Landesamt für Landwirtschaft - Seminar "Bio Streuobstanbau und Streuobstverwertung"

In diesem Jahr findet wieder ein Einsteigerseminar für den Bio Streuobstanbau statt. Ist das vielleicht ein Antrieb für so manchen Streuobstbesitzer aus der Rhön durchzustarten und unsere schönen Rhöner Äpfel einem guten Zweck zukommen zu lassen? Das Seminar findet vom 14.10.2019 bis 18.10.2019 in Kringell bei Passau an der Öko-Akademie statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der rechten Seite im Download - Bereich! Änderungen im Ablaufplan sind noch möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bei Frau Greiner in Kringell unter: Akademie für Ökologischen Landbau am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Ökologischen Landbau (LVFZ) Kringell Frau Greiner Kringell 2 94116 Hutthurm Telefon: 08505/918126 Fax: 08505/918151 E-Mail: Heike.Greiner@lfl.bayern.de

Ein neues Gesicht in der Rhöner Apfelinitiative...

...und hoffenlich nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch eine Hilfe, wenn ich mir dann einen Überblick verschafft habe.

Ich bin Antje Schwanke, habe Landschaftsgärtner gelernt, Gartenbau und Pädagogik studiert und arbeite seit 1999 für den Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. in Oberbach.
Als Gartenbaustudent durfte man früher noch zum Einstieg, drei Wochen im Herbst an der Apfelernte teilnehmen. Bekam eingeschärft, wie man den Apfel richtig erntet, damit ein Lagerapfel von guter Qualität geliefert wird und in anderen Jahren, wie man einen Ertragsbaum entsprechend schneidet, damit er Leistung bringt.
Ich weiß, Streuobstwiesen sind anders und das Ziel einen guten Apfelbaum lange zu erhalten geht mit anderen Kriterien einher.

Ich freue mich auf die Aufgaben die vor mir liegen und wünsche Euch fürs Erste eine reichhaltige Blüte ohne Frost, mit vielen Insekten und hoffentlich bald ganz viel Regen.

 

Wiesenflimmern

Kultur, Genuss und Nachhaltigkeit lässt sich vereinen - das soll das OpenAir Kurzfilmfest Wiesenflimmern zeigen, welches am 10. August 2018 in Niederrode bei Fulda stattfinden wird.
Es werden Kurzfilme präsentiert, die sich mit dem Thema Natur und Lebensraum auseinandersetzen. Wer dabei an die oft trögen Filme aus dem Biologieunterricht denkt, liegt falsch. Eine abwechslungsreiche Mischung aus kritischen, humorvollen und lehrreichen Filmen verschiedener Genres soll neben Live-Musik für gute Unterhaltung sorgen.
Veranstalter sind Christoph Jestädt, stellvertretender Vorsitzende der Rhöner Apfelinitivative und Ronja Hemm, die in der Filmbranche aktiv ist. „Um Menschen auf Themen wie z.B. die Bedrohung wertvoller Streuobstwiesen aufmerksam zu machen, muss man nicht mit erhobenem Zeigefinger ankommen. Es gibt so viele Filmschaffende da draußen, die genau solche Themen in tollen Filmen ansprechen, denen aber kaum eine Plattform geboten wird. Dieses Potenzial wollen wir nutzen."
In Einklang mit dem Motto „Zurück zu den Wurzeln" findet das Filmfest auf einer Streuobstwiese statt. Die Veranstaltung soll neben einem stimmungsvollen Abend auch selbst etwas Nachhaltiges bewirken. Aus freiwilligen Spenden sowie 10% der Einnahmen aus dem regionalen Essens-und Getränkeverkauf wird in Zusammenarbeit mit den Werkstätten des antonius Netzwerk Mensch eine inklusive Streuobstwiese am Frauenberg angelegt. Mehr Informationen zu der Veranstaltung gibt es unter www.wiesenflimmern.de

Wiesenvielfalt

Wieder einmal begegnet uns das Thema Vielfalt in Verbindung mit Äpfel. Diesmal über eine Aktion zur Ansaat von Blumenmischungen. Das ist sicher ein guter Ansatz, durch Blütenvielfalt dem Insektenschwund entgegen zu wirken.

Wer aber Streuobstwiesen richtig pflegt, der fördert die Vielfalt noch stärker, denn die teilweise Beschattung der Fläche, die Baumkronen und -höhlen bieten noch anderen Tierarten einen Lebensraum. Deshalb beteiligen wir uns an einem Projekt von EUROPARC Deutschland zur Förderung der Biodiversität. Noch in diesem Jahr werden die ersten konkreten Projekte umgesetzt!

Und die Vielfalt an Ideen zu Streuobstwiesen und Apfelsorten fördern wir natürlich auch. Im Spätsommer findet unter dem Thema "Wiesenflimmern" bei unserem Vorstandsmitglied Christoph Jestädt ein neuartiges Wiesenerlebnis statt. Und wenn die Äpfel reif sind, haben wir unter Veranstaltungen Sortenbestimmungen in allen drei Bundesländern der Rhön zusammen getragen.

Die Ernte der Klaräpfel - anderswo Augustäpfel genannt hat diesmal wegen der Trockenheit schon im Juli begonnen. Jetzt sind sie reif... steht auf einem Banner unserer Apfelausstellung, die ab September im Museum in Dermbach zu Gast sein wird.

Apfelfrische Grüße an alle Apfelfreunde!

Gute Vorbereitung und nachhaltiges Handeln...

...erleichtert die Arbeit. Und das gilt auch bei Streuobstäpfeln.

Das Kulturgut Streuobstwiese ist ein Schatz, den schon Generationen vor uns geschaffen, erhalten und genutzt haben. Und diesen Schatz will die Rhöner Apfelinitiative mit ihren Partnern erhalten. Dabei ist es wichtig, auch mal einen neuen Blick auf Altbewährtes zu werfen.

Früher schlossen sich Streuobstgärten rund um die Dörfer direkt an die Hausgrundstücke an. Beispiele dafür finden sich in verschiedenen Gemeinden der Bayerischen und Thüringischen Rhön. Als Apfelsorten finden sich auf diesen Wiesen Besonderheiten, die oftmals nur in einem engen regionalen Bereich vorkommen. Der Seebaer ist zum Beispiel eine solche Regionalsorte, die rund um Seeba beheimatet ist.

Auf den Wiesen nahe beim Ort wurden früher unter denn Streuobstbäumen gerne die Kälber oder Schafe gehalten. Der Weg für einen Kontrollgang war kurz, die Tränke rasch aufgefüllt und die Hochstämme boten den Tieren Schatten, ohne dass diese die Früchte erreichen und als Nahrungsergänzung genießen konnten.

Heute gibt es diese Form der Tierhaltung nur noch selten. Auch wollen die Besitzer von Streuobstwiesen nicht mehr so lange warten, bis ein Hochstamm endlich Früchte trägt. So kommt es, dass in Streuobstbeständen vermehrt auch Mittelstammbäume gepflanzt werden. Diese tragen nicht nur früher, sie sind auch für die Ernte, besonders das Pflücken von Tafelobst, besser zu erreichen.

Ich hatte mal einen sehr geschätzten Kollegen der gesagt hat: "Wer das eine will, muss das Andere mögen." Und das gilt auch für die moderne Interpretation von Streuobstwiesen. Wer nicht täglich nach Tieren sehen will, muss sich überlegen, wie er die Wiese unter den Bäumen pflegen kann. Die Mähmaschinen sind größer geworden, so dass schon der Abstand der Bäume aus Altpflanzungen eine Herausforderung darstellt. Wenn dann noch die niedrigeren Kronen von Mittelstämmen die befahrbare Fläche verkleinern, dann kommt die Erkenntnis: Hätte man daran mal bei der Nachpflanzung gedacht! Das Anlegen eines Pflanzplanes ist also nicht alleine eine Frage von schön geometrisch angeordneten Bäumen. Es geht auch um die spätere Pflege. Ein Baumschnitt verbessert nicht nur Statik und Ertrag der Bäume, er ermöglicht auch eine gute Pflege des Unterwuchses und erleichtert die Ernte.

Wer gute Kontakte zu den hart arbeitenden Landwirten, den Baumschulen und Gartenbaubetrieben der Rhön hat, wird für solche Herausforderungen eine Lösung finden. Aber das setzt voraus, dass man sich auf Augenhöhe unterhält und partnerschaftlich handelt. Alleine vom Mähen einer solch schwierigen Fläche kann ein Landwirt nicht leben. Er lebt vom Verkauf seiner Produkte, oftmals als Direktvermarkter. Wer solche Betriebe durch regionalen Einkauf unterstützt, der leistet einen weiteren Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft im Land der offenen Fernen. Gleiches gilt natürlich auch für Baumschulen. Die wissen genau, was bei einer Neupflanzung und beim Baumschnitt zu beachten ist, damit die Wiesenpflege nicht unnötig erschwert wird. Aber sie leben vom Verkauf der Bäume, einer qualifizierten Baumpflanzung und Pflegemaßnahmen. NICHT von unverbindlicher und kostenloser Telefonberatung! 

An dieser Stelle möchte ich all denen danken, die durch faires Handeln eine regionale Wertschöpfungskette trotz erhöhtem Aufwand unterstützen. Woran Sie diese regionale Philosophie beim Einkauf oder dem Gaststättenbesuch erkennen? Achten Sie beispielsweise auf das Siegel der Dachmarke Rhön und schauen Sie bei der Speisekarte gerne auch mal in die Einleitung zum Selbstverständnis des Wirtes oder den Anhang zu den regionalen Lieferanten.

Aber ich will diesen Artikel nicht mit erhobenem Zeigefinger beenden, denn es gibt erfreuliche Tendenzen: Nachdem die Wertschätzung der Streuobstwiesen und Produkte um 1970 einen Niedergang erlebt hat, kümmern sich inzwischen oftmals die Enkel der ursprünglichen Streuobstbauern wieder mit großem Einsatz und oft im Nebenberuf um die Bäume. Diese Menschen möchte die Apfelinitiative mit Ihren Partnerbetrieben unterstützen, damit wir auch morgen noch kraftvoll in leckere Streuobstäpfel reinbeißen können.

einen guten Apfelsommer wünscht

Eure Astrid Schäfer

- die sich der abgebildeten Streuobstwiese angenommen hat - 

 

Wie Öko ist BIO?

Diese Überschrift ist mir im "tegut Marktplatz" für März und April sofort aufgefallen. Wir haben im Verein immer wieder mal Rückfragen, weil nicht jedem klar ist, dass es nicht reicht, seine Streuobstbäume nicht zu spritzen.

Aber viel interessanter als die formalen Vorgaben zur Bio-Zertifizierung ist ein anderer Gedanke aus dem Artikel: Was gehört eigentlich zu ökologisch sinnvollem Genuss? Und schon bekommt das Thema eine weiter Dimension: den Transport und die Zwischenlagerung.

In diesem Zusammenhang lohnen sich regionale Netzwerke und der Blick über den Zaun. Denn wer weiß, wie in den Streuobstwiesen in seiner Heimat gewirtschaftet wird, der kann Vertrauen zum Erzeuger haben. Und wer die Initiative ergreift, direkt bei den Bewirtschaftern Obst zu kaufen, der spart Transportwege und schont damit die Umwelt.

Es lohnt sich, miteinander zu reden! Einfach mal nachfragen, ob man Äpfel beim Erzeuger kaufen kann. Vielleicht hat dieser noch einen Tipp, zu Sorten, die bei guter Lagerung bis weit ins nächste Jahr zu haben sind.

Und den Artikel finden Sie hier auf Seite 18: https://www.tegut.com/e-book/tegut-kundenmagazin-maerzapril-2017/online-anschauen.html?piwa=magazinre&cHash=5995e8c5fe6a6050d7bdbf24c460d2b0

Pflanz- und Pflegezeit

Liebe Apfelfreunde,

ein denkwürdiges Apfeljahr geht zu Ende. Die Natur hat im wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ziemliche Kapriolen geschlagen. Beispielsweise hatten wir mal wieder das seltene Phänomen, dass einzelne Bäume zur Zeit der Fruchtreife nochmal geblüht haben.

Jetzt gilt es, alles für die zukünftigen Erntejahre vorzubereiten. Das geschieht zum Einen natürlich durch fachgerechte Nachpflanzungen. Hierbei sind die Baumschulpartner der Apfelinitiative gute Adressen. ABER: Bei der Vielfalt an Apfelsorten, ist nicht jeder Baum ad hoc als Pflanzling verfügbar. Wer einen speziellen Sortenwunsch hat, sollte diesen vorab telefonisch mit der Baumschule klären, damit bei der Abholung der Wunschbaum auch bereit steht.

Und die Pflege der Streuobstwiesen steht nach Ernte und Verarbeitung der Äpfel auch wieder an. Obwohl die Fachleute immer wieder über den richtigen Zeitpunkt diskutieren, ist der Winterschnitt von Obstbäumen nach wie vor sehr verbreitet. Das resultiert unter anderem aber aus der Tatsache, dass in der Landwirtschaft im Winter Zeit für solche Arbeiten ist. Egal ob Sommer- oder Winterschnitt: Nur durch nachhaltige Pflege der Bestände, wird der Ernteerfolg langfristig gesichert. Die noch wenigen Früchte eines jungen Baumes sind meistens auffallend groß. Wenn aber der Baum wächst und mehr Früchte trägt, erhält man nur bei kontinuierlicher Baumpflege weiterhin große und gesunde Äpfel.

Vor den Herbst und Winterstürmen lohnt sich auch ein Blick auf die Baumsicherung: Sind die Stützen der Jungbäume noch in Ordnung? Wie steht es um den Verbissschutz? Wie sieht es mit dem Todholz bei Altbeständen aus? Sollten hier brüchige Todäste entfernt werden? Auch der Mistelbefall wird jetzt sichtbar und kann durch Ausschneiden eingedämmt werden.

Alles in allem kann man sagen: Nach der Saison ist vor der Saison. Ein Apfelbauer, der wirklich nachhaltig wirtschaftet hat immer gut zu tun. Wir sollten alles daran setzen, dass diese Arbeit auch zukünftig durch angemessene Apfelpreise Wertschätzung im warsten Sinn des Wortes erfährt.

In diesem Sinne schließe ich mit apfelfrischen Grüßen

Eure Astrid Schäfer

Vorwärtsstarten in die Apfelsaison

Passend zum Start in die Apfelsaison 2014 hatten wir zur Mitgliederversammlung eingeladen. Diesmal waren die Caritaswerkstätten in Nüsttal Haselstein unsere Gastgeber. Die Veranstaltung wurde durch Michael Wehner eröffnet, der zunächst einen Einblick in die Arbeit dieses Hauses gab. Danach nutzten die Mitglieder gerne die Gelegenheit zu einer Führung durch das weitläufige Haus. Ein Tätigkeitsfeld der Werkstätten ist die Herstellung von ausgewählten Fruchtaufstrichen durch den Arbeitsbereich "Rhöner Fruchtgenuss". Als Abschluss der Führung wurde im Versammlungsraum eine Auswahl dieser Genüsse zur Verkostung angeboten. Viele der Gäste nutzten danach die Gelegenheit, im dazu gehörigen Lädchen auch Produkte zu erwerben.

Die anschließende Mitgliederversammlung war geprägt von den beiden Hauptthemen "Satzungsänderung" und "Apfelannahme 2014". Mit der neuen Satzung bekennt sich der Verein jetzt auch an dieser Stelle zu den Kriterien für Bio-Obst gemäß der Vorschriften der EU-Öko-VO.

Aber auch klassische Themen wie die Vorstellung des Apfel des Jahres kamen nicht zu kurz. Da mit Reders Goldrenette eine frühe Sorte zum Apfel des Jahres 2014 ernannt wurde, hatte Adam Zentgraf zur Vorstellung gleich auch ein Körbchen davon mitgebracht. Obwohl bis zur Genussreife besser noch eine Woche hätte vergehen sollen, wurden spontan ein paar Exemplare geteilt und verkostet.

Da die Mitgliederversammlung bei Projektpartnern zum zweiten Mal einen so guten Zuspruch fand, wurde auch gleich der Veranstaltungsort für 2015 festgelegt.

Gastgeber 2015 wird die Baumschule Leinweber sein, die nächstes Jahr auch ihr 40jähriges Betriebsjubiläum feiert.

Passend zum Beginn der Erntesaison ist auch die Apfelausstellung wieder zu sehen. Unser Gastgeber ist diesmal die Gemeindeverwaltung Hilders.

Rhöner Apfelwelten als Ausflugserlebnis

Gerade rechtzeitig zur Urlaubssaison 2014 ist ein neuer Flyer des Biosphärenreservates Rhön erschienen. Der Flyer ist im Infozentrum auf der Wasserkuppe, bei vielen Touristinformationen und Partner des Biosphärenreservates erhältlich. Unter dem Titel "Staunen, wundern und verweilen" hat die hessische Verwaltungsstelle zusammengestellt, welche Vielfalt die Rhön bietet. Natürlich gehören dazu auch die Erlebnisse mit Biss und Grips bei unseren Apfelfreunden. Dazu gehören zum Beispiel die Streuobstlehrpfade in Hausen und an der Propstei Zella.

Aber auch zahlreiche gewerbliche Partner der Apfelinitiative bieten Besichtigungen und Führungen an. Wer noch Anregungen für Ausflüge sucht, findet diese unter der Rubrik "Apfelfreunde" in der oberen Auswahlleiste. Aktuelle Veranstaltungstermine rund um den Rhöner Streuobstapfel finden Sie auf der rechten Seite.

Rund um den Rhöner Streuobstapfel

Unser Vorstandsmitglied Bernhard Kastilan hatte im Mai zu einer Hummelexkursion auf seine eigene Streuobstwiese eingeladen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit Karl-Heinz Schmalz und dem Verein für Naturkunde Osthessen durchgeführt. Bei einem Rundgang erlebten die Teilnehmer, wie vielfältig allein die Hummeln als natürliche Bestäuber in diesem Biotop vertreten sind und welche Bedeutung sie für den Obst- und Gartenbau haben. Bernhard Kastilan ist es durch gezielte Fördermaßnahmen wie Hummelkästen gelungen, Hummeln als Bestäuber für seine Obstbäume anzusiedeln. Durch die Hummeln als Ergänzung zu Bienenvölkern gelingt es, dass die Bestäubung der Bäume auch bei kalter und windiger Witterung gewährleistet ist. Aber auch Solitärbienen finden in einem vielfältigen Lebensraum wie der Streuobstwiese genauso einen Lebensraum wie Hornissen.

Auch unsere Ausstellung geht auch 2014 wieder auf die Reise durch die Rhön. Passend zur Apfelblüte präsentieren wir Informationen rund um das heimische Streuobst in der Umweltbildungsstätte in Oberelsbach. Der Kontakt entstand bereits im Vorjahr, weil die Ausstellung im Haus der langen Rhön eine so gute Resonanz gefunden hatte. Oberelsbach hat nicht nur durch das Infozentrum und die Nähe zum Streuobstdorf Hausen einen engen Bezug zum heimischen Streuobst.

Das Thema Streuobstapfel passt auch hervorragend zum Gesamtkonzept des Rhöniversums, das sich unter anderem mit den Themen Kulturlandschaft, nachhaltiger Konsum und Artenvielfalt in der Rhön befasst. Mit der informativen Ausstellung im Foyer erreichte die Apfelinitiative ein breites Publikum. So nuzen nicht nur den Gruppen, die in der Oberelsbach ihre Themenwoche verbringen die Gelegenheit sich zu informieren. Am Tag der offenen Tür zum Kantatemarkt kamen auch zahlreiche Marktbesucher. Die Ausstellung ist in der Umweltbildungsstätte noch bis zum 26. Mai zu sehen. Für Besucher, die mehr als nur Eindrücke mitnehmen möchten, stehen die Info-Broschüre Partner-Projekte-Perspektiven und der Flyer Rhöner Apfelvisionen zur Verfügung. Im Herbst wird sich die Apfelinitiative in der Gemeindeverwaltung in Hilders präsentieren, weitere Ausstellungsorte für das nächste Jahr sind schon jetzt in Planung.

In der Umweltbildungsstätte Oberelsbach wird übrigens auch das neueste Rhöner Apfelprodukt ausgeschenkt. Die Apfelschorle des MineralBrunnens RhönSprudel, die in Kooperation mit der Dachmarke Rhön in diesem Jahr exklusiv nur für die regionale Gastronomie entwickelt wurde, ist hier ganz selbstverständlich ein Teil des regionalen Genussangebotes in der Kantine.

 

Wer ernten will, muss rechtzeitig handeln

Liebe Apfelfreunde,

Jürgen Krenzer hat mir von einem Vortrag erzählt. Der Redner hat die Zuhörer aufgefordert, rechtzeitig nachzusähen. Gemeint war: Man muss handeln, wenn es noch gut läuft, also wenn der Ernteertrag noch stimmt. Ich möchte alle Apfelfreunde ermuntern, die anstehenden Baumpflege- und Veredlungskurse zu nutzen. Auch 2014 haben wir die Termine verschiedener Anbieter aus der Region wieder auf unserer Homepage zusammen gestellt.

Gerade die Hochstämme unserer Streuobstwiesen brauchen lange Zeit bis zur Ernte. Wenn Bäume erst überaltert sind und aussehen wie der Stamm auf meinem Foto, dann ist es mit der Ernte vorbei. Aber dieser zerfallende Stamm hat mir trotzdem viele nette Begegnungen gebracht. Ich musste ungewöhliche Wege beschreiten, um den Besitzer des gefällten Holzes ausfindig zu machen. Dadurch habe ich nicht nur einen angenehm-unternehmungsfreudigen jungen Mann aus meiner Gemeinde kennen gelernt, sondern auch seiner Großmutter gute Kontakte für die Nachpflanzung im Hausgarten geben können. Sie hat mir auch soviel zu dem Baum sagen können, dass der etwa siebzig Jahre alt gewesen ist. Das Stammstück wird zukünftig mit mir und der Apfelausstellung auf Reisen gehen. Dass ich mich für das Geschenk mit einer Flasche Apfelsherry bedankt habe, versteht sich von selbst!

Bleibt mit mir neugierig was aus der wohl frühesten Apfelblüte in der Rhön wird, und schaut immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei.

Apfelfrische Grüße sendet

Astrid Schäfer

Rhöner Apfelinitiative als Vorbild - Jürgen H. Krenzer referierte in Urbach / Ostalbkreis

Der Vorsitzende der Rhöner Apfelinitiative im Epizentrum des Streuobstanbaus - im württembergischen Urbach fand am 17. April 2008 ein landesweiter Streuobsttag statt. Zum Thema "Streuobst schafft regionale Identität" sollten kommunale Ansätze für Baden-Württemberg näher beleuchtet werden. Immerhin kommen aus Baden-Württemberg fast 50% des deutschen Streuobstsaftes.

Grund für die Tagung ist der Rückgang der Streuobstbestände, die bekanntlich wichtige Biotope der Artenvielfalt sind. Das war 1995 auch das Motiv zur Gründung der Rhöner Apfelinitiative. Und die ist Vorreiter für unzählige andere Streuobstinitiativen in Deutschland geworden. Gerade der Ansatz "Schutz durch Nutzung" wird im Biosphärenreservat nicht nur proklamiert, sondern wirklich gelebt. Jürgen Krenzer machte den anwesenden Aktivisten Mut, auch einmal andere Wege zu gehen. Und stellte dabei sein 3-A-Modell vor:

Denn nur wenn man für eine Idee AUSGELACHT wird, ist diese wirklich gut. Das Schulterklopfen zeichnet hingegen eine schlechte oder durchschnittliche Idee aus. Aber dann kommt eine schwere Zeit, in der man ANGEMACHT wird. Erfolg produziert automatisch viele Neider. Doch das kann durchaus auch beflügeln. Ist auch das überwunden, dann wird gnadenlos ABGEKUPFERT. Gerade die ehemaligen Skeptiker sind dann diejenigen, die den Weg gehen, den sie vorher belächelt hatten. Das Gute am 3-A-Prinzip: Jede Phase dauert ein Jahr. Und somit hat der Kreative in der Regel drei Jahre Vorsprung, den er gut nutzen kann.

Natürlich durfte zum Abschluss des Vortrages ein kleiner, flüssiger Gruß aus der Rhön nicht fehlen - in Form eines Rhöner ApfelSherrys.

Apfel-Visionen werden zur Realität

Ein Visionär ist ein Mensch, der Unsichtbares sehen kann. Und damit seiner Zeit immer ein wenig voraus ist. Die Mitglieder der Rhöner Apfelinitiative haben gemeinsam viele Visionen in die Tat umgesetzt:

- Rhöner Schau-Kelterei in Seiferts

- Streuobstlehrpfad in Hausen

- Kelterei Ausbacher Roter

- Bio-Manufaktur der Kelterei Elm in Flieden

- Rhöner Apfelbier der Rother Bräu

- Apfelchips der Antonius-Werkstätten

- Krenzers ApfelSherry

- Biosiegel Rhön für Streuobst-Produkte

- Nachzucht alter heimischer Obstsorten

- Nachhaltige Kooperation mit Baumschulen

- Apfelmessen in allen 3 Bundesländern

- seit 1995 Veranstaltungskalender "Rhöner Apfelbörse"

- 12 Annahmestellen für Rhöner Öko-Streuobstäpfel

- Buch "Rhöner Apfelträume"

- Projekt 1000 Apfelbäume

- internationale Streuobstsymposien

- Vorbild für viele andere Streuobst-Initiativen

Rhöner Apfelinitiative e.V. • Eisenacher Straße 24 • D-36115 Ehrenberg-Seiferts/Rhön